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Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom heiligen Johannes zu Jerusalem von Rhodos und von Malta

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Allerheiligen 2017

01/12/2017 


Im Namen des Vaters + des Sohnes + des Heiligen Geistes

Ist da jemand?
Wie allein sind wir?
Haben wir eine Zukunft?
Zählt das, was wir tun?
Wem können wir vertrauen?
Wie geht das: leben?

Und: Wie soll einer Christ werden in Zeiten, wo die Gemeinden zerfallen, die Priester verschwinden, der Religionsunterricht verblasst und die Eltern nichts mehr haben, das sie den Kindern weitergeben könnten an Wissen vom Glauben?

Antwort: Allerheiligen.

Kein Fest der Toten: das zuerst. Allerheiligen ist das Fest der Lebendigen. Der Gelungenen. Das Fest der unzähligen Heiligen. Der Frauen und Männer, die schon in dieser Welt Freunde Gottes waren. Es gibt auch Feinde Gottes.

Die Heiligen. Die Texte der Liturgie erklären, was es mit ihnen auf sich hat. Gleich zu Anfang jeder Messe ist die Rede von ihnen: „Darum bitten wir die selige Jungfrau Maria, alle Engel und Heiligen für uns zu beten bei Gott.“ Wir bitten die Heiligen, etwas für uns zu tun. Sie gehen uns an, wir gehen sie an. Wir sind nicht allein.

Die Präfation ist der Lobgesang, der das Sanctus einleitet. In den beiden Präfationen der Heiligenfeste heißt es von ihnen: Gott schenkt uns in ihrem Leben ein Vorbild. – Auf ihre Fürsprache hilft uns Gott. – „Ihr Beispiel [Zeugnis] verleiht uns der Kraft, im Kampf gegen das Böse zu siegen.“ – Zusammen mit ihnen gibt uns Gott „das verheißene Erbe“: die Seligkeit.

Gott ist immer der Erste. Der Erste, der handelt. Ohne Gott kein Anfang, ohne Gott keine Tat. Ohne Gott gibt es keine Heiligen (übrigens auch keine Engel!). Aus eigener Kraft, allein kann der Mensch nicht heilig werden. „Ohne mich könnt ihr nichts tun“, sagt Jesus.

Was tun Sie mit Jesus zusammen?

Sie beten so oft: „Dein Wille geschehe.“ Aber was will Gott? In einer Präfation heißt es: „Um deinen Willen [Ratschluss] zu erfüllen und dir ein heiliges Volk zu erwerben, hat er“ – Christus – „sterbend die Arme ausgebreitet…“ Da haben Sie, was Gott will: ein heiliges Volk. Ein Volk von Heiligen.

Gott handelt – aus Liebe. Damit Menschen das ewige Glück finden. Heilige gibt es, weil Gott Menschen will, die für immer glücklich sind.

Die Liebe Gottes ist freilich anders: anders als die zwischen einer Mutter und ihrem Kind, anders als die zwischen zwei Teenagern, anders als die Liebe eines alten Paares. Das Glück des Himmels findet sich auf anderen Wegen als das Glück der Erde. Deswegen ist, wer sich auf Gott einlässt, oft im Dunkeln. Er wird sich allein fühlen, – aber nicht allein sein. Eines aber steht fest: Glücklich sind am Ende nur die Heiligen. Glücklich in der Liebe zu Gott.

Für alle anderen: Nichts und Schrecken.

Ohne Gott geht nichts. Sie können nicht einmal atmen ohne Gott. Aber Gott handelt nicht allein. Gott erlaubt, dass Menschen dazu helfen, dass andere Menschen heilig werden. Das ist die Kirche. Die Heiligen bewirken noch mehr Heilige. Gott versammelt ein Volk.

Hier sind die Heiligen oft allein. Denn nur Heilige können Heilige erkennen und verstehen. Aber im Himmel tanzen die Heiligen zusammen: So hat es der selige Maler Fra Angelico gesehen.

Die in der Hölle sind einsam. Für immer.

Der Weg zu Gott ist weit, geht durch Finsternisse aller Art. „Ihre Fürsprache und ihr heiliges Leben geben uns Hoffnung; das Zeugnis ihres Glaubens verleiht uns immer neue Kraft…“ Jeder von uns hat einen Weg vor sich. Das Vorbild der Heiligen hilft, ihn zu gehen. Wir können von ihnen lernen. Jeder, so unterschiedlich wir sind. Die Heiligen sind noch viel unterschiedlicher. Für jeden einzelnen von Ihnen gibt es drei, vier, fünf Heilige! Vorbilder. Die Kirche ist so viel! Und in den Heiligen ist die Kirche immer da. Auch dort, wo es keine Pfarre mehr gibt.

Die Heiligen helfen noch auf eine andere Weise: durch ihre Fürsprache, so lehrt es die Kirche. Eine erstaunliche Lehre. Die Protestanten verwerfen sie absolut. Die Kirche aber wagt es sich vorzustellen, dass die Heiligen mit Gott sprechen und Gott auf sie hört. Die Kirche glaubt an die Größe des Menschen: Gott hört auf die heiligen Menschen!

„In der Krönung ihrer Verdienste krönst du das Werk deiner Gnade!“, ruft die Kirche Gott zu. Und das bedeutet doch: Wir können etwas bewirken; wir haben Verantwortung. Das Gute, was wir getan haben, mag hier nicht bemerkt werden oder vergessen werden, – im Himmel wirkt es ewig.

Suchen Sie also die Heiligen. Schauen Sie sich Filme an, lesen Sie Bücher, lesen Sie vor allem, was die Heiligen selbst geschrieben haben. Betrachten Sie zu Anfang wenigstens die Bilder der Heiligen in Ihrer Kirche, auf Ihren Plätzen. Schauen Sie die Heiligen an; vertrauen Sie sich ihnen an. Lernen Sie von den Heiligen, wie Christen leben. Und feiern Sie Ihren Namenstag!

Und schauen Sie weit hinaus. Allerheiligen ist das Fest vom glücklichen Ende. „Denn in der Krönung ihrer Verdienste krönst du das Werk deiner Gnade.“

Zum mündlichen Vortrag bestimmt, verzichtet dieser Text auf Quellenangaben. Jede Vervielfältigung und Veröffentlichung bedarf der ausdrücklichen Zustimmung des Autors.

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