Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom heiligen Johannes zu Jerusalem von Rhodos und von Malta

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Syrien: Kinderkrankenhaus in Aleppo in den Keller verlegt – Versorgung der Zivilbevölkerung wird immer schwieriger!

03/08/2016 


Das medizinische Personal arbeitet weiter. „Die Frühgeborenen können nicht evakuiert werden, denn die Brutkästen und andere lebenswichtige medizinische Geräte müssen ständig mit Strom versorgt werden. Für die Ärzte und Schwestern im Krankenhaus ist völlig klar, dass sie bleiben, damit diese und andere Kinder in der Stadt Aleppo eine Chance haben, den Krieg zu überleben. Auch wenn sie dabei ständig ihr eigenes Leben riskieren“, sagt Janine Lietmeyer, Ländergruppenleiterin für die Region Nahost bei Malteser International.

Im Juli wurde die einzig verbleibende Verbindungsstraße in die von der Opposition kontrollierten Gebiete in Aleppo von der syrischen Armee eingenommen. Alle Versorgungsrouten in die östlichen Stadtteile sind damit gekappt. Das trifft nicht nur die bewaffneten Kämpfer, sondern auch die Zivilbevölkerung.

„Die eingerichteten Korridore ermöglichen keine sichere Evakuierung der eingeschlossenen Zivilbevölkerung. Unsere Partner berichten von Familien, die die Stadt verlassen wollten und mit Waffengewalt daran gehindert wurden“, sagt Sid Peruvemba, stellvertretender Generalsekretär von Malteser International. „Korridore sind nur dann wirklich humanitär, wenn sie unter neutraler Aufsicht stehen, beispielsweise durch die UN. Momentan haben die Menschen keine Wahl, denn ihr Schicksal ist in jedem Fall ungewiss. Entweder bleiben sie wo sie sind und verhungern, oder sie begeben sich auf einen lebensbedrohlichen Weg. Dieser führt sie aber zurzeit ausschließlich in von der Regierung kontrollierte Gebiete, wo sie als Terroristen behandelt werden. Um die Menschen zu versorgen, müssen dringend wichtige Hilfsgüter in die abgesperrten Gebiete gebracht werden. Das ist aber im Augenblick nicht möglich.“

Seit Juli 2015 unterstützt Malteser International das Kinderkrankenhaus, bezahlt Mitarbeitergehälter und finanziert die Beschaffung von Krankenhausgegenständen, wie Inkubatoren und Beatmungsgeräten. Darüber hinaus versorgt die Partnerorganisation von Malteser International in vier Basisgesundheitsstationen und einem Krankenhaus rund 300.000 Menschen an der türkisch-syrischen Grenze. Mehr als die Hälfte dieser Menschen sind Binnenflüchtlinge, die in Lagern entlang der Grenze leben. Auch für sie wird die Sicherheitssituation immer schwieriger.

Die MALTESER rufen zu Spenden für die Menschen in der Region auf:

IBAN: AT85 1920 0615 2372 3030, BIC: SCHOATWWXXX

Verwendungszweck: „Flüchtlingshilfe Nahost“

Oder Online: http://malteser.or.at/spenden.html

IHRE SPENDE IST STEUERLICH ABSETZBAR!


Malteser International ist das weltweite Hilfswerk des Souveränen Malteserordens für humanitäre Hilfe. Die Organisation leistet in rund 100 Projekten in mehr als 20 Ländern Hilfe für Menschen in Not, unabhängig von deren Religion, Herkunft oder politischer Überzeugung. Die christlichen Werte und die humanitären Prinzipien der Unparteilichkeit und Unabhängigkeit bilden die Grundlage der Arbeit. Weitere Informationen: www.malteser-international.org und www.orderofmalta.int.

Souveräner Malteser-Ritter-Orden

Johannesgasse 2 - 1010 Wien - Österreich | T: +43 1 512 72 44 | E: smom@malteser.at

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