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Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom heiligen Johannes zu Jerusalem von Rhodos und von Malta

Malteserorden

Nachrichten

Dritter Fastensonntag, 28. Februar 2016 1 Kor 10

14/03/2016 


Im Namen des Vaters + des Sohnes + des Heiligen Geistes

„Ich möchte euch daran erinnern… dass unsere Väter alle unter der Wolke waren und alle durch das Meer zogen.“ Was?? „Wolke“, „Meer“, „Speise und Trank“, „Fels“, „Wüste“… die Leute, an die Paulus schrieb, wussten sofort, was er meinte. Für uns ist das schwieriger.

Paulus spricht vom Zug der Israeliten durch die Wüste; von der Gotteswolke, die ihnen den Weg wies, vom berühmten Wunder am Roten Meer, wo die Wasser sich teilten, um das ganze große Volk durchzulassen: Rettung in letzter Sekunde! Die ägyptische Armee war schon ganz nahe und wollte mit den Juden aufräumen für immer. Paulus spricht vom Felsen, aus dem plötzlich Wasser rann. So wurden die Kinder, Frauen und Männer vor dem Verdursten gerettet. Er spricht von der „überirdischen“ Speise, jenem geheimnisvollen „Manna“, das sich jeden Morgen über die Erde legte wie Tau. Es war essbar und rettete die Menschen vor dem Hunger. Gott rettet und rettet und rettet. Immer wieder. Davon spricht Paulus.

Dann macht er noch eine Gedankenkurve. Er sagt seinen Leuten nämlich: Der Zug durch das Rote Meer – das war eine Vorahnung der Taufe. Auch wer durch das Wasser des Taufbrunnens zieht, wird gerettet. Aus Todesgefahr. Vor dem schlimmsten Feind, den es gibt.

Paulus sagt: Das Manna und das frische Wasser aus dem Felsen – das waren Vorahnungen der Eucharistie. Die Kommunion, der Empfang des verwandelten Brotes und des verwandelten Weines, ist Nahrung für die Seele. Ohne diese überirdische Nahrung hungert die Seele aus. Sie verdurstet.

Zusammengefasst: Die großen Momente des Alten Bundes waren Vorzeichen für Jesus Christus, für den „neuen und ewigen Bund“. – „Dies ist der Kelch des Neuen und Ewigen Bundes, mein Blut…“, sagt Jesus in der Wandlung (wenn die uralte große Glocke dem ganzen Dorf anzeigt: Jetzt!).

Und was sollen wir damit? Uns soll aufgehen, dass Gott die ganze Zeit handelt. Auch wenn wir nichts davon merken. Während die Israeliten sich mühsam durch die Wüste schlagen, die Nerven verlieren, zweifeln und stänkern gegen Gott: In der ganzen Zeit rettet sie Gott nicht nur immer wieder (oft im letzten Moment), er führt die Geschichte auch auf das Große Ziel zu: auf die Erlösung aller Menschen durch Jesus Christus. Am Ende wird alles gut.

Während Sie sich durch Ihr Leben schlagen, während sie arbeiten, lieben, streiten, sich sorgen, vor dem Fernseher sitzen oder ein Haus bauen, während Sie dabei sind, durch die Jahre zu wandern, ist Gott dabei, alles gut zu machen.

Wir verlieren immer wieder den Überblick; wir sind so beschäftigt, dass wir nichts mitbekommen; wir sind desinteressiert, träge, zweifelnd, ungläubig… trotzdem handelt Gott. Und alle Ereignisse, die uns widerfahren, können Zeichen sein für Christus. Jeder Mensch, besonders die Kinder („der geringste meiner Brüder“ – „… der nimmt mich auf“). Auch Brot und Wein auf dem Altar: Zeichen für Christus.

Die Zeilen aus dem Korintherbrief enthalten (wie dann auch das Evangelium) noch eine wichtige Lehre: „Wer also meint zu stehen, der gebe acht, dass er nicht falle“, schreibt Paulus am Ende. Jesus wird noch viel schärfer: „Wenn ihr euch nicht bekehrt, werdet ihr am Ende alle genauso umkommen.“ Das sagt er denen, die meinen, sie hätten etwas kapiert. Denen, die sich nicht um ihr Heil sorgen. Denen, die meinen, sie hätten kapiert, dass die anderen Sünder sind, sie selbst aber in Sicherheit. Nein! Die Schrift sagt uns heute: Ruht euch nicht aus vor der Zeit! Seid nicht leichtsinnig und nicht überheblich! Tut etwas! Bringt Frucht! Tut etwas Gutes und nicht irgendeinen Blödsinn. Die Heilige Schrift sagt uns an diesem Sonntag in der Fastenzeit: Ihr seid in Sicherheit. Euer Leben hat einen Sinn. Aber es gibt auch falsche Sicherheit. Hütet Euch davor!

Zum mündlichen Vortrag bestimmt, verzichtet dieser Text auf Quellenangaben. Jede Vervielfältigung und Veröffentlichung bedarf der ausdrücklichen Zustimmung des Autors.

Souveräner Malteser-Ritter-Orden

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