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Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom heiligen Johannes zu Jerusalem von Rhodos und von Malta

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3. Adventssonntag (C), 13. Dezember 2015

14/12/2015 


Im Namen des Vaters + des Sohnes + des Heiligen Geistes

„Was sollen wir tun?“ Das ist doch die Frage aller Fragen! Aber heute fühlen sich viele so hilflos, so überfordert von den Problemen dieser Welt, dass sie diese Frage gar nicht erst zulassen. Irgendwie schleicht sich die Haltung ein: Man kann eh nichts tun.

Im Evangelium ist es anders. Da wenden sich die Leute an Johannes. Seine Predigt hat sie erschüttert; sie wollen etwas ändern und trauen diesem Propheten zu, dass er ihnen einen Rat geben kann. „Was sollen wir tun?“, fragen sie ihn.

Wer so fragt, muss noch Tatkraft und Zuversicht haben. Und spüren, dass etwas nicht stimmt; dass es so nicht bleiben kann. Wenn ich einen anderen frage „Was soll ich tun?“, gehört dazu auch eine Ahnung von der Kompetenz dessen, den ich da frage. Ich frage ja nur den, dem ich etwas zutraue.

Johannes gibt eine ganz einfache Antwort: „Tut, was ihr könnt!“ Er fordert keine totale Änderung des Lebens; er will nur, dass sie tun, was richtig ist („Gerechtigkeit“). Die Leute sollen sich an das Recht halten und anderen helfen. Ganz einfach. Man könnte auch sagen: Johannes will, dass die Gemeinschaft der Menschen zusammenhält.

Wenn die Leute seinem Rat folgen, bedeutet das: Die Welt wird ein wenig besser. Ein wenig besser, aber nicht wirklich anders. Nicht neu. Sie bleibt doch wie sie ist, die alte Welt. – Ist das das Christentum: eine ein wenig bessere Welt? Ist Jesus dazu gekommen?

Erinnern Sie sich jetzt an das, was Johannes noch gesagt hat: „Es kommt einer, der ist stärker als ich! Er wird euch mit heiligem Geist und Feuer taufen!“ Das heißt doch: Es geht noch weiter; es wird noch mehr. Es wird besser, grundlegend. Johannes ist nur der Vorläufer. Sein Rat – „Ändert euch! Bemüht euch! Tut etwas!“ – ist nicht das letzte Wort. Sich bemühen, sich ändern, etwas tun, das kann jeder; dazu braucht es nicht „Feuer“ und „Heiligen Geist“. Hier müssten Sie doch spüren, dass es bei Christus um etwas ganz Neues geht. Um echte Freude, nicht nur ein bisschen Zufriedenheit, weil man etwas gut gemacht hat.

Und damit haben wir auch den Schlüssel, um die anderen Lesungen dieses Sonntags zu verstehen. Denn die sind ja irritierend. Da heißt es beim Propheten Zefanja: „Du hast kein Unheil mehr zu fürchten.“ Und bei Paulus: „Freut euch zu jeder Zeit!“ Was soll das? Natürlich haben wir in dieser Welt weiter Unheil zu fürchten, und wirklich nicht jede Zeit ist Freudenzeit. Wir können die Welt ein wenig besser machen. Wir müssen das. Aber sie wird immer wieder kippen, sich uns immer wieder entgegenstellen; diese Welt wird bleiben, wie sie ist. Das Einzige, was sich wirklich ändern kann, ist unser Inneres.

Wenn Sie genau hinschauen, merken Sie, dass Paulus sagt: „Freut euch im Herrn zu jeder Zeit!“ Und der Prophet: „Gott freut sich über dich. Er erneuert seine Liebe zu dir.“ Es geht also um die Beziehung zu Gott und die trifft nicht irgendwo. Die ereignet sich in unserem Geist, im Herzen, in unserer Art zu denken, in der Art, wie wir die Dinge sehen. Das alles kann wirklich anders werden.

Die Heiligen haben auch versucht, gut zu sein und die Welt zu bessern, aber vor allem hat sich bei diesen Frauen und Männern innerlich etwas verändert. Sie hatten oft ein schweres Leben – aber sie haben es ganz anders genommen, auf ganz neue Art.

Wie geht das? Weil sie, wie Paulus sagt, in ihrem Herzen „Gemeinschaft mit Christus Jesus“ hatten. In dieser inneren Gemeinschaft mit Christus wird alles neu.

Zum mündlichen Vortrag bestimmt, verzichtet dieser Text auf Quellenangaben. Jede Vervielfältigung und Veröffentlichung bedarf der ausdrücklichen Zustimmung des Autors.

Souveräner Malteser-Ritter-Orden

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