Mali: In Bamako startet ein Projekt zur Erste-Hilfe-Ausbildung für Motorradtaxi-Fahrer
Auf den verkehrsreichen Straßen von Bamako, wo Motorradtaxis zu den wichtigsten städtischen Verkehrsmitteln zählen, sollen die Fahrer künftig auch als Ersthelfer im Notfall fungieren. Dies ist das Ziel einer neuen Initiative der Botschaft des Souveränen Malteserordens in der Republik Mali, die über das Ausbildungs- und Rettungszentrum (CFAS) der malischen Hauptstadt gefördert wird. Im Rahmen des Projekts werden Motorradtaxi-Fahrer, die täglich in den verkehrsreichsten Bereichen der Stadt unterwegs sind und oft als Erste am Ort von Verkehrsunfällen oder Notfällen eintreffen, in Erster Hilfe ausgebildet. Die erste Phase der von lokalen Sponsoren unterstützten Initiative umfasst 350 Fahrer und ist Teil eines umfassenderen Programms, das insgesamt 1.500 Personen ausbilden soll. Der offizielle Startschuss für das Projekt fiel am 20. April 2026 in Anwesenheit von Sébastien Philippe, dem Geschäftsträger ad interim der Botschaft des Souveränen Malteserordens in Mali, Bakary Konimba Samaké, dem Direktor des Telekommunikationsunternehmens Moov Africa, sowie der ersten Teilnehmer der Schulung. Die Initiative steht in der Tradition der langjährigen Zusammenarbeit zwischen dem Souveränen Malteserorden und dem afrikanischen Land. Die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Parteien wurden 1986 aufgenommen, bereits 1985 war jedoch ein erstes Kooperationsabkommen zur Durchführung eines Impfprojekts unterzeichnet worden. Im Laufe der Jahre hat sich die Zusammenarbeit durch Abkommen in den Bereichen humanitäre Hilfe, Soziales und Gesundheit weiter gefestigt. Ein Beispiel hierfür ist das im Jahr 2011 mit der Weltgesundheitsorganisation in Mali unterzeichnete Abkommen zur Unterstützung der am stärksten gefährdeten Menschen. Weitere Aktivitäten zur Unterstützung der lokalen Bevölkerung sind die regelmäßige Lieferung von Medikamenten und Ausrüstung an 13 Gesundheitszentren, die Organisation von Schulungen und Erste-Hilfe-Stationen durch das Zentrum für Ausbildung und Rettungsmaßnahmen sowie die Bereitstellung von zwei Krankenwagen für den medizinischen Notfalltransport. Zu den Aktivitäten, die der Souveräne Malteserorden über den Ordre de Malte France im Land durchführt, gehört auch die Leitung des Zentrums für Mutter- und Kindgesundheit in Bamako. Das Zentrum setzt sich für die Bekämpfung der Kindersterblichkeit sowie für die neonatologische und pädiatrische Versorgung ein. Darüber hinaus unterstützt der Orden die Lepra-Abteilung der Hautklinik der Hauptstadt, den Verein AMALDEMÉ und fördert Solidaritätsinitiativen zur Bekämpfung geistiger Behinderungen bei Kindern.




