Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom heiligen Johannes zu Jerusalem von Rhodos und von Malta

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Malteserorden und GRULAC: Dialog mit den Botschaftern Lateinamerikas und der Karibik in der Magistralvilla

28/05/2026 


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Kandidatur des Malteserordens als Ständiger Beobachter bei der OAS angekündigt

Heute fand in der Magistralvilla in Rom ein Treffen zwischen dem Souveränen Malteserorden und den Botschaftern der GRULAC, der Gruppe der lateinamerikanischen und karibischen Staaten, statt. Es wurde vom Großkanzler des Malteserordens, Riccardo Paternò di Montecupo, in Zusammenarbeit mit dem mexikanischen Botschafter beim Heiligen Stuhl und Dekan des lateinamerikanischen Diplomatischen Korps, Alberto Barranco Chavarría, organisiert.

Das Treffen stellte einen wichtigen Moment des Austauschs auf diplomatischer und operativer Ebene dar. Ziel war es, die historische Präsenz des Malteserordens in Lateinamerika und der Karibik seit der Nachkriegszeit zu festigen und neue humanitäre Synergien mit den Ländern der Region zu stärken.

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In seiner Eröffnungsrede betonte der Großkanzler: „Dieses Treffen ist nicht nur dem Wunsch geschuldet, einen bereits bestehenden Dialog fortzusetzen, sondern auch dem Willen, diesen zu vertiefen. Wir sind hier, weil wir glauben, dass die Beziehung zwischen dem Malteserorden und Lateinamerika in eine intensivere, operativere und strategischere Phase eintreten kann.“ Wie Großmeister Fra’ John Dunlap kürzlich in seiner Ansprache vor dem beim Malteserorden akkreditierten Diplomatischen Corps betonte, „spielt Lateinamerika dank des langjährigen Beitrags der nationalen Assoziationen und der auf dem Kontinent entwickelten Hilfswerke weiterhin eine vorrangige Rolle in der Geschichte des Ordens“.

Paternò kündigte zudem an, dass der Malteserorden eine Kandidatur als Ständiger Beobachter bei der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) in Erwägung zieht.

Im Laufe des Treffens erläuterte Großhospitalier Josef D. Blotz die wichtigsten Leitlinien der humanitären Arbeit des Ordens in der Region. Diese umfassen die Gesundheitsversorgung, Nahrungsmittelhilfe, die Betreuung der Schwächsten, die Unterstützung von Migranten und Flüchtlingen sowie Bildungsprogramme und Projekte zur sozialen Entwicklung für die am stärksten benachteiligten Gemeinschaften.

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In diesem Zusammenhang ist die Präsenz des Malteserordens in Lateinamerika und der Karibik zu sehen. Dort unterhält er diplomatische Beziehungen zu 27 Ländern und fördert humanitäre Initiativen in zahlreichen Staaten des Kontinents, darunter Brasilien, Costa Rica, El Salvador, Kolumbien, Panama, Haiti, Venezuela, Paraguay und Peru. Zu den Maßnahmen gehören mobile Kliniken, pädiatrische Gesundheitsprogramme, Initiativen zur Ernährungssicherheit und zur beruflichen Bildung sowie Unterstützungsdienste für ältere Menschen und von Naturkatastrophen betroffene Bevölkerungsgruppen.

Besondere Aufmerksamkeit galt der bevorstehenden X. Amerika-Konferenz des Souveränen Malteserordens, die vom 22. bis 25. Oktober 2026 in Buenos Aires stattfinden wird. Dort werden die Assoziationen, die Hilfsorganisationen und die Botschaften des Ordens auf dem Kontinent gemeinsam mit der Regierung des Malteserordens zusammenkommen, um neue regionale Initiativen zu koordinieren und die Zusammenarbeit auf dem amerikanischen Kontinent zu stärken. Im Anschluss an die Konferenz wird der Großmeister eine Reihe offizieller Besuche in einigen südamerikanischen Ländern absolvieren.

Im Rahmen der Stärkung der sozialen und humanitären Präsenz des Ordens in der Region wurde während des Treffens auch die 2024 gegründete Order of Malta Donors for Projects Foundation (OMDP) vorgestellt. Die Stiftung unterstützt kleine und mittlere Projekte zur sozialen Entwicklung, die von den Einrichtungen des Ordens weltweit gefördert werden.

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Die Stiftung unterstützt Initiativen in den Bereichen Gesundheit, Bildung, berufliche Bildung, Stärkung der Rolle der Frau, Ernährungssicherheit und nachhaltige Entwicklung. Sie fördert mittel- bis langfristige Projekte und leistet einen konkreten Beitrag zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen.

Derzeit werden in Lateinamerika bereits drei Projekte von der OMDP unterstützt: ein Geh-Labor für Kinder mit neuromuskulären Erkrankungen in Costa Rica, der Ausbau der Kliniken des Malteserordens zugunsten der am stärksten benachteiligten Bevölkerungsgruppen in El Salvador und Berufsbildungsprogramme für Frauen in sozial schwachen Verhältnissen in Brasilien.

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