„Wärme für die Ukraine“: Die Nothilfe des Malteserordens für den Winter in Kiew
Am 24. Februar jährt sich der Beginn des Konflikts in der Ukraine zum vierten Mal. In den letzten Jahren war der Malteserorden dort aktiv und hat eine groß angelegte humanitäre Hilfsaktion zur Unterstützung der Bevölkerung durchgeführt. Angriffe auf die Energieinfrastruktur machen diesen Winter für diejenigen, die nun bereits die fünfte kalte Jahreszeit seit Beginn des Konflikts durchleben, noch härter. Vor diesem Hintergrund hat der Malteserorden die grenzüberschreitende humanitäre Initiative „Wärme für die Ukraine“ ins Leben gerufen, um Familien zu unterstützen, die von den jüngsten Angriffen auf die Energieinfrastruktur in Kiew betroffen sind. Die Initiative wurde von der Hilfsorganisation der polnischen Assoziation des Malteserordens in enger Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation des Malteserordens in der Ukraine sowie dem Ordre de Malte France ins Leben gerufen. Unterstützt wird sie auch von der Stiftung „Order of Malta Donors for Projects“, die internationale Projekte finanziert und weltweit Aktivitäten entwickelt, unterstützt und überwacht. Im Rahmen dieser Nothilfe werden in Kiew tragbare Heiz- und Kochgeräte an etwa 2.500 Familien verteilt. Die Lieferungen umfassen 2.448 tragbare Gasherde, 19.656 Brennstoffkartuschen, 2.500 Wärmflaschen und 14.400 chemische Fußwärmer. Die erste Lieferung traf am Montag im Lager des Malteserordens in Iwano-Frankiwsk in der Ukraine ein. Dort werden die Hilfsgüter neu verpackt, um anschließend an schätzungsweise 8.000 bis 10.000 Erwachsene und Kinder in den am stärksten betroffenen Gebieten Kiews verteilt zu werden. Parallel dazu ist in Kiew bereits eine weitere Lieferung mit 100 gusseisernen Holzöfen und mehreren hundert Kilogramm warmer Kleidung eingetroffen. Die Verteilung erfolgt mit Unterstützung der Caritas Ukraine. Da Gaskartuschen auf dem ukrainischen Markt nur begrenzt verfügbar sind, ist eine weitere Lkw-Ladung mit 48.300 Kartuschen aus Warschau abgefahren, um die Kontinuität der Hilfe zu gewährleisten. Diese einfachen, aber unverzichtbaren Hilfsgüter können für Erwachsene, Kinder und ältere Menschen, die eisige Temperaturen und anhaltende Stromausfälle erdulden müssen, einen großen Unterschied machen.
Derzeit sind etwa eine Million Einwohner Kiews ohne Heizung und Strom, während die Temperaturen auf −25 °C fallen.
Derzeit belaufen sich die Spenden auf insgesamt fast 350.000 Euro.









