Der Grosskanzler des Malteserordens zu offiziellem Besuch in Kenia
Der Großkanzler des Souveränen Malteserordens, Riccardo Paternò di Montecupo, der sich zu einem offiziellen Besuch in Kenia aufhält, traf heute Morgen mit Zainab Hawa Bangura, der Generaldirektorin des Büros der Vereinten Nationen in Nairobi, zusammen. Das Gespräch bot Gelegenheit, die globale Mission des Malteserordens zu erläutern, insbesondere seine Rolle als Ständiger Beobachter bei den Vereinten Nationen. Außerdem wurden die Aktivitäten in Afrika vorgestellt, einem Kontinent, der im Mittelpunkt der Agenda des Malteserordens steht. Der Großkanzler erinnerte daran, dass der Orden diplomatische Beziehungen zu 39 afrikanischen Ländern unterhält und in 36 Staaten mit Krankenhäusern, medizinischen Zentren, Programmen für Ernährungssicherheit, Bildung und Flüchtlingshilfe tätig ist. Anschließend fanden Treffen mit den Exekutivdirektoren Anacláudia Rossbach und Inger Andersen bei den beiden Organisationen UN-Habitat (Programm der Vereinten Nationen für menschliche Siedlungen) und UNEP (Umweltprogramm der Vereinten Nationen) statt. Bei diesen Gesprächen, die Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen boten, wurden Möglichkeiten der Zusammenarbeit sowohl auf humanitärer Ebene als auch im Bereich der Gesundheitsförderung in ländlichen Siedlungen sowie im Zusammenhang mit städtischen Umwandlungsprozessen und Notfällen aufgrund von Klimakatastrophen erörtert. Am Nachmittag hielt der Großkanzler an der 1961 gegründeten Strathmore University, der ersten Einrichtung in Kenia vor der Unabhängigkeit, die Studenten aller Glaubensrichtungen und ethnischen und sozialen Herkunft aufnahm, eine Vorlesung mit dem Titel „The Order of Malta: its humanitarian diplomacy and activities in today’s increasingly volatile world” (Der Malteserorden: seine humanitäre Diplomatie und Aktivitäten in der zunehmend volatilen Welt von heute). Im Publikum waren Vertreter des in Kenia akkreditierten diplomatischen Corps und Studenten der Universität. „Afrika hat Fantasie und Kraft. Und die Zukunft gehört denen, die sie mit Entschlossenheit zu entwerfen wissen. Eure Aufgabe ist es, historische Verantwortung zu übernehmen. Heute ist Macht ohne Verantwortung nutzlos. Die neuen globalen Führungsklassen – in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft – werden nicht danach beurteilt, wie viel sie anhäufen, sondern danach, wie sehr sie die Menschenwürde schützen, wie sehr sie Konflikte in Zusammenarbeit verwandeln und wie sehr sie Vertrauen in den internationalen Beziehungen aufbauen können.“ Morgen wird der Großkanzler das Flüchtlingslager Kakuma im Norden Kenias besuchen. Dort führt Malteser International, die internationale Hilfsorganisation des Malteserordens, Projekte zur Gesundheitsversorgung von Müttern und Kindern im Kakuma Mission Hospital durch.
