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Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom heiligen Johannes zu Jerusalem von Rhodos und von Malta

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Fest Mariä Geburt – Mariä Namen 2017

08/09/2017 


Im Namen des Vaters + des Sohnes + des Heiligen Geistes.

Es gibt Anblicke, die einen mit Grauen erfüllen; Nachrichten, die einem den Schmerz ins Innere jagen; und es gibt etwas, das einen unendlich traurig macht. Das ist, wenn es von einem Menschen heißt: „namenlos.“ Die namenlosen Opfer, die unbekannten Soldaten, die vergessenen Toten, die Kinder, denen keiner einen Namen geben wollte, weil sie jemanden störten und man sie abtrieb. Das alles gibt es in dieser Welt. Bei Gott nicht. Gott ruft jeden mit Namen, jeden Menschen, jeden Engel. Gott vergisst den Namen in Ewigkeit nicht.

Der Name gehört zum Menschen. Nicht umsonst haben die Nazis den Menschen im KZ ihren Namen genommen und ihnen dafür Nummern gegeben: Sie sollten sich nicht mehr wie Menschen fühlen. Der Name ist etwas so, – und ohne den Menschen wollte Gott die Welt nicht erlösen und erneuern. Gott hätte die Welt heilen können mit einem einzigen Willensakt oder durch einen Schmetterling im Frühsommer oder durch eine Welle auf dem Meer. Aber Gott schickte den Engel zu einem Menschen, zu einer Frau und Gott schuf ein Kind in ihr. Denn so sollte das Universum erlöst werden: mit den Menschen.

Wir feiern das Fest der Geburt Mariens und gleich darauf ihren Namenstag. Maria. Kein Mensch kann sein ohne Geburt. Kein Mensch soll sein ohne Namen. Die beiden Feste sagen uns zu allererst: Mit dem Menschen zusammen, auf Menschenart erlöst Gott die Welt. Sie erinnern uns an das, was uns so schnell abhanden kommt, Gott aber nie: die achtungsvolle Liebe zum Menschen.

Gott geht Wege, die uns vertraut sind. Er gebraucht eine Frage, das Gespräch, die Schwangerschaft, die Geburt, den Namen. Maria, geboren von Anna, Jesus, geboren von Maria. „Der Name der Jungfrau war Maria“, und „sie gaben ihm den Namen Jesus (Lk 2,21).“ Was ist menschlicher? Und von da an rufen wir nicht ins Leere und nicht ins Rätsel. Wir rufen zu jemandem. Maria! Jesus!

Wenn wir den Namen von Menschen rufen, die wir suchen; wenn es uns glücklich macht, einen Namen nennen zu können: den Namen des Menschen, den wir lieben; wenn wir einen Namen geben: dem Kind, das da im Arm seiner Mutter liegt; wenn wir den Namen brauchen, um den anderen wirklich erkennen zu können; immer wenn Menschen den Namen „Mutter“ rufen, den die jungen Soldaten oft als Letztes auf dieser Erde riefen, immer dann sind wir Menschen und begeben uns auf den Weg der Erlösung.

„Der Name der Jungfrau war Maria.“ Warum wird uns das gesagt? Warum wird uns ein Name gegeben? Warum überhaupt Namen und warum dieser? Damit die Welt an Kontur gewinnt; damit wir einen Halt haben und nicht verloren gehen. Denn ist der nicht schon fast verloren, der keinen Namen rufen kann und dessen Namen keiner ausspricht? Der Name gibt uns das Gegenüber, ohne das wir alleine sind. Kann man lieben ohne Namen? Wird uns ein Kind nicht noch teurer, in dem Moment, wo es seinen Namen empfängt? Machen die vielen Namen, die wir gehört und behalten haben, nicht unsere Welt aus?

Und dann ist da dieser Name, Maria, der so vieles bedeutet: die Geliebte, die von Gott geliebte, Herrin, Schöne, Meerstern, der so weit ist – und doch nur einer gilt. Der, die gebenedeit ist unter den Frauen. Maria: Frau, Mutter und zugleich Jungfrau, Mensch und Weg in die neue Welt.

Zum mündlichen Vortrag bestimmt, verzichtet dieser Text auf Quellenangaben. Jede Vervielfältigung und Veröffentlichung bedarf der ausdrücklichen Zustimmung des Autors.

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