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Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom heiligen Johannes zu Jerusalem von Rhodos und von Malta

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Hochfest der Apostel Peter und Paul, 29. Juni 2014

04/07/2014 


Im Namen des Vaters + des Sohnes + des Heiligen Geistes

 Da geht es um die Zukunft.

Wir erinnern uns heute an Petrus und Paulus; aber ohne Nostalgie. Nicht um der Erinnerungen willen. Sondern damit wir unseren Weg in die Zukunft besser gehen können. Die Pfarre hat eine Zukunft. Jeder von uns hier hat eine Zukunft. Hier, in dieser Welt – und dann in der anderen Welt.

Fragen Sie sich deshalb heute: Macht mir die Zukunft Sorgen? Oder Angst? Habe ich Hoffnung? Und, wenn ja, weshalb habe ich Hoffnung? Worauf gründen sich meine Hoffnungen?

Alle drei Texte des Festes sind hoffnungsvoll: Petrus wird befreit. Paulus glaubt fest: „Der Herr wird mich allem Bösen entreißen.“ Und Jesus sagt seinen Jüngern über die Kirche: „Die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwinden.“ Es gibt die Mächte des Todes – aber sie werden nicht gewinnen. Nicht gegen die Kirche.

 

Hoffnung: Das ist der Beitrag dieses Festes zu unserer Zukunft. Ein kostbarer Beitrag, weil wir in einer Gesellschaft ohne Hoffnung leben. Wenn Reichtum die einzige Hoffnung ist, die die Leute haben, sieht es nicht gut aus. Immer mehr Menschen spüren: So kann es nicht weitergehen; gleichzeitig sehen sie nirgendwo eine zündende Idee. Viele Probleme – aber keine Lösung in Sicht. Unsere Jugend lebt mit der Ahnung: Es wird nicht besser werden; wir werden es einmal schwerer haben als unsere Eltern. Zeit, dass wir Christen unsere Hoffnung wieder entdecken und sie weitergeben!

Die beiden Männer, die wir heute feiern, haben wirklich Hoffnung – und zwar trotzdem. Eine Hoffnung, für die sie sich entscheiden müssen; die sie durchhalten müssen. Hoffnung ist nicht einfach da. Wie die Liebe muss auch sie erarbeitet werden.

Petrus hat Jesus selbst gekannt. Ihre Beziehung hatte Höhen und Tiefen. Immer wieder war es nahe am Bruch. Dann erlebte Petrus den Tod Jesu und seine Auferstehung. Er kam zum Glauben. Jetzt lebt er in der Verfolgung. Herodes lässt die Christen umbringen. Warum? Weil es bei den Leuten gut ankommt. So ist die Welt. Petrus wird wunderbar befreit aus dem Gefängnis. So ist Gott. Petrus wird frei – um aufzubrechen nach Rom.

Paulus war ein Fanatiker; in einen Mord verwickelt. Dann kam seine innere Bekehrung, und er wurde zum Apostel der Völker. Jetzt spürt er: Das Ende ist nahe. Auch Paulus lebt in einem Klima der Verfolgung und muss mit dem Schlimmsten rechnen. Aber er sagt seinen Leuten: „Der Herr wird mich allem Bösen entreißen, er wird mich retten und in sein himmlisches Reich führen.“ Hoffnung! Paulus ist ebenfalls auf dem Weg nach Rom. Er hat im Lauf der Jahre gelernt, Gott zu vertrauen („Der Herr stand mir zur Seite und gab mir Kraft“).

Beide Männer sind konfrontiert mit den „Mächten der Unterwelt“, also des Todes – und haben trotzdem Hoffnung. Beide Männer werden in Rom den Tod finden. Aber sie sterben voller Hoffnung.

Wir stehen auch in der Konfrontation. Wir sind konfrontiert mit uns selbst, mit unseren Mitmenschen, mit der Welt. Auch wir haben es nicht leicht zu hoffen. Aber wir haben Zugang zur Hoffnung (was wir können, äußerlich und innerlich; die Kinder; die Natur, die Musik). Die Hoffnung, die im Evangelium liegt (…). Die Hoffnung, die in Christus liegt (…). Die Hoffnung, die in der Auferstehung liegt. Die also geschenkt wird.

Die ersten Christen waren hoffnungsvolle Frauen und Männer in einer Welt, die der unsrigen ähnlich war: im Umbruch, mit vielen verschiedenen Anschauungen. In jener Welt gab es eine kleine Gruppe von Menschen, denen man anmerkte: Die haben Hoffnung. Erprobte Hoffnung („sie haben den Kelch des Herrn getrunken“– Introitus)

Ich persönlich habe Hoffnung, nicht weil alles immer gut ausgegangen wäre; nicht, weil Gott mir alles Schwere leicht gemacht oder genommen hätte, sondern weil die Kirche sich immer wieder erneuert; weil es heilige Menschen gibt.

Ich wünsche Ihnen, dass jeder von Ihnen einmal sagen kann, was Paulus sagt: „Der Herr stand mir zur Seite und gab mir Kraft, damit durch mich die Verkündigung vollendet werde und alle Menschen sie hören. Ihm sei die Ehre in alle Ewigkeit.“

Zum mündlichen Vortrag bestimmt, verzichtet dieser Text auf Quellenangaben. Jede Vervielfältigung und Veröffentlichung bedarf der ausdrücklichen Zustimmung des Autors.

Souveräner Malteser-Ritter-Orden

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