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Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom heiligen Johannes zu Jerusalem von Rhodos und von Malta

Malteserorden

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Ostern 2013 – Hoffnung und Zukunft

31/03/2013 


Im Namen des Vaters + des Sohnes + des Heiligen Geistes.
Das Grab ist offen. Offen und leer. Jetzt geht es woanders weiter. Das Herz Jesu ist offen. Geöffnet von der Lanze des Soldaten. Thomas legt die Hand in die Seitenwunde. Wie, um sie offen zu halten. Die Türen sind verschlossen, aber sie halten nicht mehr stand: Der Auferstandene tritt ein. Er ist einfach da. Er sendet die Jünger aus. Hinaus mit euch! Lauter Bilder von Offenheit, Leichtigkeit, Beweglichkeit. Zukunft. Diese Bilder sind richtig, denn Christus ist nicht nur der Gestorbene oder der Auferstandene – er ist auch der Kommende. „Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.“ Das sagen wir in jeder Messe. Das muss doch ernst gemeint sein! Christen sind Menschen, die vorwärts gehen. Ihrem Herrn entgegen. Die Auferstehung ist nicht nur das, was geschehen ist und geglaubt werden muss. Die Auferstehung ist auch das Erhoffte, das Kommende. Christus ist auferstanden, wir werden auferstehen. Ostern ist das Zukunftsfest. Die Kirche ist uralt, richtig. Keiner kann bei Null beginnen und sie neu erfinden. Aber trotz ihrer Geschichte kann sie die Zukunft der Welt gestalten. So wie die Pfarre etwas für das Mailberg von heute tun kann, so kann die ganze Kirche der Welt von heute etwas bieten. So gut wie Wirtschaft, Politik, Wissenschaft oder Kunst sind wir allemal. Wenn die Kirche nur noch verteidigt, wenn sie sich überall zurückzieht auf sichere Positionen, in schöne Räume, dann stimmt etwas nicht. Wir Christen haben Kraft, weil wir Hoffnung haben. Wie auch nicht?! Gott löst auch ausweglose Situationen: Jesus hat sogar in den Tod Licht gebracht. Er hat jede denkbare Einsamkeit durchlebt („abgestiegen in das Reich des Todes“): Wir können also gar nicht mehr verlassen sein. Christus ist auferstanden, wir werden auferstehen. Besser gesagt: Wir sind schon in der Auferstehung, seit der Taufe. Deswegen haben wir Hoffnung – und können anderen Menschen Hoffnung machen. Natürlich kennen wir Christen auch Zweifel. Wir machen Gott Vorwürfe, weil er so viel Leid zulässt, weil er nicht eingreift. Wir leiden unter der Geduld Gottes, – und doch brauchen wir sie alle. Was, wenn Gott die Geduld mit uns verlöre? Die Welt wird durch die Ungeduld der Menschen verwüstet – und durch die Geduld Gottes erlöst. Wir müssen uns heute also wieder auf die Seite Gottes stellen. Und glauben. Denn der Glaube reicht überall hin: in unseres Inneres und in die Politik. Der Glaube verändert uns und die Welt. Der Glaube bildet unsere Persönlichkeit. Sie ist das Fundament. Das muss stimmen. Je mehr Verantwortung einer übernimmt, desto wichtiger ist die Persönlichkeit. Und wir haben Verantwortung, für Mailberg und für die Welt. Der Glaube zeigt uns, dass es Dinge gibt jenseits von Profit und Egoismus. Dinge, für die man sein Leben einsetzen kann, ohne sich zum Idioten zu machen. Im Glauben treffen wir auf das Wort Gottes, das uns erneuert, uns korrigiert, uns die wahren Werte erkennen lässt. Und so gestalten wir die Gesellschaft. Der Glaube verbindet uns mit dem auferstandenen Christus. Wenn wir mit ihm verbunden sind, sind wir hier schon „aus dem Tod ins Leben hinübergegangen“. Wir leuchten, weil der Auferstandene in uns leuchtet. Wir können Licht für andere werden. Ein Licht wie der Ostermorgen.
Zum mündlichen Vortag bestimmt, verzichtet der Text auf exakte Zitierung und Angabe von Quellen. Er bleibt Eigentum des Autors. Jede Veröffentlichung und Vervielfältigung bedarf der ausdrücklichen Zustimmung des Autors. C. Martin

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