Stellungnahme zu den Berichten über den angeblichen Tod eines „Diplomaten des Malteserordens“ bei dem russischen Angriff vom 24. Juli in der Region Kiew
Rom-Kiew, 28. Juli 2026 – Der Souveräne Malteser-Ritter-Orden stellt klar, dass Berichte bestimmter Medien über den Tod eines Herrn im Krankenhaus, der als „66-jähriger Diplomat des Malteserordens“ oder als „Botschafter des Malteserordens in Kiew“ bezeichnet wurde, völlig unbegründet sind. Der Botschafter des Malteserordens in Kiew, Antonio Gazzanti Pugliese di Cotrone, und das Personal der Botschaft sind bei Bombardements oder anderen militärischen Operationen nicht zu Schaden gekommen. Es geht ihnen allen gut, und die Botschaft arbeitet wie gewohnt weiter. Es besteht keinerlei Verbindung oder Beziehung zwischen dem Malteserorden (oder einer seiner in der Ukraine tätigen Einrichtungen) und Herrn Chornyj, der Berichten zufolge am Nachmittag des 24. Juli an den Folgen seiner Verletzungen gestorben sein soll, die er bei einem russischen Raketenangriff auf ein militärisches Ausbildungslager in der Region Kiew erlitten hätte. Es sei darauf hingewiesen, dass der Orden seit Februar 2022 in gemeinsamer Anstrengung aller seiner Assoziationen, Hilfsdienste und rund 1.000 Freiwilliger (sowohl ausländischer als auch ukrainischer) tätig ist, um medizinische, soziale und psychologische Hilfe sowie sichere Unterkünfte für Vertriebene in der Ukraine und den Nachbarländern zu gewährleisten, wobei rund 4 Millionen Menschen an 70 Standorten unterstützt werden. Der Orden hat zur Eröffnung einer Prothesenklinik in Lemberg beigetragen, um Opfern von Minenexplosionen zu helfen, und ist heute vor allem im Bereich der posttraumatischen körperlichen Rehabilitation und der psychologischen Betreuung von Minderjährigen und besonders schutzbedürftigen Menschen tätig. Es wurden über 60.000 psychologische Beratungsgespräche mit Erwachsenen und Minderjährigen durchgeführt, sowohl unter Binnenvertriebenen als auch unter Flüchtlingen in den Nachbarländern. Die Mitarbeiter und Freiwilligen des Malteserordens in der Ukraine arbeiten unter extrem schwierigen und risikoreichen Bedingungen und bewältigen diese Situation seit Jahren mit großem Mut, Entschlossenheit und Professionalität, mit dem einzigen Ziel, den Schwächsten und Schutzbedürftigsten zu dienen, ganz im Sinne der traditionellen humanitären Mission und Berufung des Ordens. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Informationen über den Malteserorden stets korrekt wiedergegeben werden, unter Berücksichtigung sowohl der Fakten als auch der täglichen Arbeit der Mitarbeiter und Freiwilligen, die sich für die Unterstützung der vom Konflikt betroffenen Bevölkerung einsetzen.
