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Der Malteserorden auf der Münchner Sicherheitskonferenz: Internationale Zusammenarbeit zur Stärkung der globalen Ernährungssicherheit

13/02/2026 


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Fotocredit: Phillip Guelland/MSC

Im Rahmen der 62. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) fand heute die vom Souveränen Malteserorden organisierte hochrangige Begleitveranstaltung mit dem Titel „Aid for Plate: Joint Action for Global Food Security” statt, die sich den globalen Herausforderungen der Ernährungssicherheit widmete, angefangen bei der Widerstandsfähigkeit der Lieferketten bis hin zur wachsenden Finanzierungslücke, die humanitäre und Entwicklungsmaßnahmen bedroht.

Zur Eröffnung der Veranstaltung hob der Großkanzler des Malteserordens, Riccardo Paternò di Montecupo, den besonderen Beitrag des Ordens bei der Verknüpfung von Nothilfe und langfristigen Entwicklungsprogrammen hervor: „Der Malteserorden arbeitet an der Schnittstelle zwischen sofortiger humanitärer Hilfe und der Stärkung lokaler Kapazitäten. Nicht nur die Verteilung von Lebensmitteln in Krisenzeiten, sondern auch: Unterstützung der Mikrolandswirtschaft und lokaler Lieferketten, Ernährungsprogramme im Zusammenhang mit Gesundheit und Mutterschaft, Schutz der am stärksten gefährdeten Gemeinschaften, Dialog mit Regierungen und Institutionen. In einer Welt, in der die Nahrungskette immer fragiler wird, erinnert der Malteserorden daran, dass Ernährungssicherheit untrennbar mit menschlicher Sicherheit verbunden ist.“

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Fotocredit: Phillip Guelland/MSC
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In seiner Rede erklärte Alexander De Croo, Administrator des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) und ehemaliger Premierminister Belgiens, dass „es nicht nur darum geht, Lebensmittel bereitzustellen. Es geht nicht nur darum, in Notfällen zu helfen. Viel wichtiger ist es, Resilienz, soziale Resilienz und Ernährungssysteme aufzubauen, die Teil eines größeren wirtschaftlichen Rahmens sind“.

Álvaro Lario, Präsident des Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD), erinnerte daran, dass „wenn ländliche Familien Lebensmittel produzieren, ein Einkommen erzielen und Zugang zu Märkten haben können, sich die Gemeinden stabilisieren. Bei der Ernährungssicherheit geht es nicht nur darum, die Menschen heute zu ernähren, sondern auch darum, die Wahrscheinlichkeit von Konflikten morgen zu verringern. Einfach ausgedrückt: Wir können es uns nicht leisten, nicht in die Ernährungssicherheit zu investieren.“

Máximo Torrero Cullen, Chefökonom der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), warnte vor den wachsenden Risiken für die globalen Ernährungssysteme und der Notwendigkeit, diese als strategische Infrastruktur zu betrachten: „In einer Welt, in der Hunderte Millionen Menschen Hunger leiden, ist die Widerstandsfähigkeit der Agrar- und Ernährungssysteme keine Option mehr: Ohne Diversifizierung können biologische Bedrohungen, Konflikte oder Handelsunterbrechungen einen lokalen Schock in eine globale Krise verwandeln. Daher müssen die Länder die Agrar- und Ernährungssysteme als strategische Infrastruktur behandeln und in Prävention und ihre Fähigkeit investieren, Schocks abfedern bevor sie sich verschlimmern.“

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Die Debatte machte deutlich, dass Umweltzerstörung, Wüstenbildung, strukturelle Mängel in der Lebensmittelproduktion und instabile Lieferketten weiterhin entscheidende Faktoren für Unsicherheit sind, insbesondere in Afrika. Sie tragen zu wirtschaftlicher Instabilität und sozialen Spannungen bei.

An der Podiumsdiskussion, die von Ismahane Elouafi, Executive Managing Director des CGIAR, moderiert wurde, nahmen Amy Pope, Generaldirektorin der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Carl Skau, stellvertretender Exekutivdirektor und Betriebsleiter des Welternährungsprogramms (WFP), und Máximo Torrero Cullen, Chefökonom der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) teil. Es wurde deutlich, dass die globale Ernährungssicherheit gestärkt werden muss, indem die lokale Produktion in den am stärksten gefährdeten Ländern unterstützt und öffentliche und private Ressourcen mobilisiert werden, auch angesichts der Kürzungen bei der Finanzierung von humanitären und Entwicklungsprogrammen. Die Referenten betonten außerdem, dass Ernährungsunsicherheit eine der Hauptursachen für Zwangsmigration ist und einen integrierten Ansatz erfordert, der in nachhaltige landwirtschaftliche Entwicklung und die Lebensgrundlagen der am stärksten gefährdeten Gemeinschaften investiert. In diesem Zusammenhang können humanitäre Organisationen eine wichtige Rolle als Vermittler und operative Partner in den betroffenen Gebieten spielen.

Die Veranstaltung bestätigte das Engagement des Malteserordens, der mit Programmen in über 130 Ländern aktiv ist, internationale Partnerschaften und konkrete Initiativen zur Unterstützung der am stärksten gefährdeten Gemeinschaften zu fördern und so zur Stärkung der sozialen Stabilität in den krisenanfälligsten Gebieten beizutragen.

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Fotocredit: Phillip Guelland/MSC

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