Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom heiligen Johannes zu Jerusalem von Rhodos und von Malta

Nachrichten

Internationales MALTESER Sommerlager 2018 – Maltacamp – „Reach for the stars“

18/10/2018 


IMS London 2018: Reach for the stars

Drei Jahre Vorbereitungszeit unserer britischen Gastgeber spitzen sich auf eine Woche zu – das Internationale Malteser Sommerlager 2018 – eine Woche voller Lebensfreude und Freundschaft, voller Spaß und Überraschungen.

Die meisten von uns sind wahrscheinlich schon einmal geflogen. Vermutlich haben aber nur wenige die Erfahrung gemacht, was es heißt, mit einer Gruppe von 21 Personen inkl. 6 Rollstühlen zu fliegen. Auch für die Fluggesellschaften ist das kein alltägliches Erlebnis. Deshalb schien die ein oder andere Schwierigkeit bereits vorprogrammiert. Umso größer die Erleichterung, als alle um die Mittagszeit am Samstag, dem 11. August, sicher in London gelandet waren. Im Camp angekommen wurden wir mit herzlichen Umarmungen und unserem Camp-Song „Reach for the stars“ begrüßt.

Unterkunft

Eine bessere Unterkunft als die Treloar’s School konnte man für diese Woche wohl kaum finden. Dieser pavillonartig angelegte Komplex in typischer Backsteinoptik ist eine Schule speziell auf Schüler mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen ausgerichtet. Barrierefreiheit wird hier in allen Aspekten großgeschrieben. Unser persönliches Highlight war ein Hebelift, der unsere Gäste vom Rollstuhl in den Umkleidekabinen ohne Umstieg direkt in den Pool fahren konnte – besser geht es garnicht.

Schon der Anreisetag brachte zahlreiche fröhliche Gesichter hervor. Alte Freunde treffen sich wieder und neue Bekanntschaften werden im Nu geschlossen. Schon der erste Abend sollte mit einem Ausklang im liebevoll dekorierten Discozelt einen Vorgeschmack auf die nächsten stimmungsvollen Abende bieten.

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Die weiteren Tage

Der nächste Tag, ein Sonntag, wurde mit der traditionellen Eröffnungszeremonie und anschließender Hl. Messe begonnen. Ein Mitglied der Campleitung moderierte humorvoll den Einzug der anwesenden Länder. Unsere Gäste durften nach der Ankündigung von Österreich als „The Home of Lederhosen and Sound of Music“, Fahnen schwingend, durch das Zelt paradieren. Hier wurde uns die unglaubliche Ländervielfalt der Campteilnehmer erst so richtig bewusst. Gemütlich startete das Camp-Programm mit einer Village Fete – ein Stationenbetrieb auf dem Gelände, wo jeder das machen konnte, was ihm gerade lustig war. Der Tanz zu unserem Campsong wurde einstudiert, Kekse und T-Shirts dekoriert, Alpakas, Küken und Beagles gestreichelt und man konnte sich sogar einmal von der Polizei festnehmen lassen oder aber selbst bei den Polizisten die Handschellen klicken lassen. Abgerundet wurde dieser Tag mit einem internationalen Abend. Bei diesem Camp wurden zwei dieser Abende abgehalten – einer am Sonntag und einer am Dienstag. Jeweils hatte eine Hälfte der Nationen die Ehre ihre Länder durch lokale Speisen und Getränke zu vertreten.

Am Montag war Team Austria dazu eingeteilt, wieder auf dem Schulcampus zu verbringen. An Aktivitäten mangelte es dennoch nicht. Zu unserer Unterhaltung wurden erneut alle nur vorstellbaren Register gezogen. Von einer Porscherundfahrt über gepolstertes Sumo-Ringen, Tanzen, einem Streichelzoo bis hin zu Laser-Quest spielen – alles war dabei. Sogar das hauseigene Schwimmbad durfte benutzt werden und war gut besucht. Langweilig wurde hier niemandem – alle unseren Gäste und natürlich auch wir Malteser hatten einen unglaublichen Spaß.

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Am Dienstag standen für uns Off-Site-Activities am Programm. Zur Auswahl stand beispielsweise Indoor-Skydiving, eine Fahrt mit dem Porsche zu einem James Bond Trainings-Tag, ein Ausflug mit dem Besen durch Harry Potter-World oder eine Fahrt mit dem Segelboot über englische Gewässer. Selbstverständlich wurde trotz des langen und ereignisreichen Tages nicht auf den zweiten Internationalen Abend und die Disco verzichtet. An diesem Tag waren wir an der Reihe, unser Land zu präsentieren und wir durften sogar unserem Großmeister, Fra‘ Giacomo Dalla Torre del Tempio di Sanguinetto, der dem Camp einen Besuch abstattete, eine Portion Kaiserschmarren servieren. Er war natürlich vollauf begeistert.

Am Mittwoch fuhren wir alle zum Arundel Castle, einem wunderschönen Schloss in der Grafschaft West Sussex. Zu allererst fand eine Hl. Messe statt. Anschließend wurden wir auf einer großen Wiese vor dem Schloss mit Spanferkel-Burgern und Bier empfangen. Als wir auf der Wiese picknickten, kamen plötzlich Ritter herbeigerannt, die sich einen spannenden Kampf lieferten. Weiter ging das Spektakel mit einer aufregenden Vogelschau. Danach hatten wir die Möglichkeit uns selbstständig am Gelände zu bewegen, Bogen zu schießen, uns schminken zu lassen oder das Schloss zu besichtigen, bis wir uns wieder alle für das Gruppenfoto versammelten. Am Abend fand, wie jedes Jahr, die Silent Night statt. Bei einer Lichterprozession durch das Camp wurde gebetet und sich ein wenig besonnen. An diesem Abend gab es keine Disco und jeder ging zur Abwechslung etwas früher ins Bett.

Und das war notwendig, denn typisch britsch könnte man unseren Donnerstag bezeichnen, an dem wir zusammen mit unseren Gästen, zu unchristlicher Stunde geweckt, mit Bussen nach London gebracht wurden. Mit einer Fahrt im London Eye konnte vielen unserer Mitreisenden ein kleiner Traum erfüllt werden – dem konnte auch der strömende Regen keinen Abbruch tun. Aber auch noch so viel Wasser von Oben konnte uns nicht von einem kleinen Spaziergang zur British Gallery abhalten, wo wir zwischen Caravaggio und Van Gogh ausgeharrt haben, bis unsere kleine Karavane zum Convent Garden weiterziehen konnte. Um das britische Erlebnis abzurunden haben wir uns schließlich auf die Suche nach einer Portion „Fish and Chips“ begeben – im Endeffekt fanden wir uns jedoch, eine Zwiebelsuppe schlürfend, in einem französischen Restaurant wieder.

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Der Sprachvirtuose des englischen Teams, der seine Fähigkeiten schon bei der Eröffnung bewiesen hatte, hatte für die Abschlusszeremonie am Freitag erneut einen Geniestreich parat. Eloquent vorgetragen, war > dieses Gedicht < die verdiente Hommage an die Campleitung, die uns liebevoll und stets gut gelaunt souverän durch ein dicht gedrängtes Programm geführt hat. Um selbst den Teamleitern der einzelnen Nationen so einige Überraschungen bieten zu können, wurde nicht immer die komplette Information über die einzelnen Aktivitäten im Voraus bekanntgegeben.

Abschlusszeremonie

Nach der Abschlusszeremonie, der Hl. Messe und dem alljährigen Christopher’s Cup, auf den auch diesmal natürlich nicht verzichtet wurde, gab es eine erneute Überraschung. Eine große Wiese hinter dem Camp verwandelte sich eine Festivalfläche. Es gab Live-Musik, Pizza, Hüpfburgen, Rodeo-reiten und vieles mehr. Einen schöneren Abschluss dieser wundervollen Woche kann man sich kaum vorstellen. Natürlich durfte besonders an diesem letzten Abend die Disco nicht fehlen. Unglaublich aufwändig war das Discozelt dekoriert – im Harry Potter-Stil gemischt mit dem Flair aus dem englischen Königshaus. Sogar die Königsfamilie war zugegen – leider jedoch nur aus Karton. Das machte es aber um kein bisschen unaufregender.

Noch völlig vom Harry Potter-Fieber besessen haben wir außerdem hier an einem Luftballon hängend einen Brief aus Hogwarts gefunden, welcher an das Österreichische Team adressiert war. Gleich haben wir Herolde ausgesandt, um alle Teammitglieder zu versammeln, in der Hoffnung, uns werde doch noch die heißersehnte Ausbildung zu Zauberern und Hexen – wie einst schon Harry Potter – zuteil. In einer fast schon pathetisch anmutenden Zeremonie haben wir schließlich zusammen den Brief geöffnet. Die Enttäuschung war jedoch groß und die Gesichter lang als wir feststellen mussten, dass der Brief doch nur Dekoration war. Das war jedoch schnell wieder vergessen. Für einen Knalleffekt sorgte letztendlich noch das minutenlange Feuerwerk – eine wirklich würdige Verabschiedung.

Erschöpft aber vor allem erfüllt von schönen Momenten und Erinnerungen – und nur mit einem Koffer weniger – kamen wir am Samstagabend wieder in Wien an. Eine Woche voller Spaß und neuen Freundschaften ging zu Ende. So schnell werden wir das bestimmt nicht vergessen!

Unser Dank gilt allen die diese Reise unterstützt haben! Vielen Dank der genialen Campleitung und ganz besonders unserem großartigen und aufopferungsvollen Team, das oft auch an die eigenen Belastungsgrenzen gegangen ist. Es war uns eine ganz besondere Freude, Eure Teamleitung sein zu dürfen – Ihr seid so eine tolle Truppe!

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Johannesgasse 2 - 1010 Wien - Österreich | T: +43 1 512 72 44 | E: smom@malteser.at

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