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Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom heiligen Johannes zu Jerusalem von Rhodos und von Malta

Malteserorden

Nachrichten

Pfingsten 2015

12/06/2015 


Im Namen des Vaters + des Sohnes + des Heiligen Geistes

„… wir wurden alle mit dem einen Geist getränkt“, heißt es in der Lesung. Alle. Also jeder hier. Jeder hier in der Kirche und fast jeder in Mailberg wurde in seiner Taufe mit dem einen Heiligen Geist getränkt (welche Gemeinschaft!).

„Wir  wurden alle mit dem einen Geist getränkt.“ Konkret, sichtbar wurde diese Wahrheit (die jeden hier angeht!) zum ersten Mal bei unserer Taufe: als wir mit dem hl. Chrisam gesalbt wurden. Dieses konkrete, äußere Zeichen bewirkte einen inneren Vorgang: Der Heilige Geist hat uns durchdrungen wie der gute, ersehnte Regen ein viel zu trockenes Erdreich. Aber dann? Was war dann? Ist das heute irgendwo zu sehen oder wenigstens zu spüren, dass wir alle mit dem einen Geist getränkt sind?

Das II. Vatikanische Konzil lehrt: „Durch die Salbung mit dem Heiligen Geist werden die Getauften zu einem heiligen Priestertum geweiht“ (LG 10). Das Priestertum aller Getauften, das „allgemeine Priestertum“ – eine Lehre des Neuen Testamentes, lange vergessen, vom Konzil wiederentdeckt, kaum beachtet in den Pfarren, jetzt geistliche Grundlage der großen Reform der Erzdiözese. Damit die nicht eine bloße Verwaltungsreform wird. Das „allgemeine Priestertum der Getauften“ bedeutet zuerst einmal: Wir sind eine Gemeinschaft, nicht nur eine Gemeinde. Und schon gar kein Verein.

Rein äußerlich funktioniert die Pfarre in vielem nicht viel anders als die Feuerwehr oder die Kameradschaft. Aber das soll keinen täuschen: Im Grund sind wir ganz etwas anderes, nämlich eine heilige Gemeinschaft, die entstanden ist – besser: immerzu entsteht durch den Heiligen Geist.

Wir sind unterschiedliche Menschen mit verschiedenen Lebenswegen. Gut so! Aber wir haben auch vieles gemeinsam: eine gemeinsame Würde, eine „gemeinsame Berufung“ (nämlich die zur Vollkommenheit!). Wir erwarten alle das gleiche Heil; wir haben eine Hoffnung. Wir sollten eine gemeinsame, ungeteilte Liebe haben. Das wäre in der Tat zu sehen.

Und wir haben diese Gemeinsamkeit: „Durch die Salbung mit dem Heiligen Geist“ wurden wir zu „einem heiligen Priestertum geweiht“. Frauen-Priester, Männer-Priester und sogar Kinder-Priester! Ein Priestertum vor allen Unterscheidungen. Das „Amtspriestertum“ oder „Dienstpriestertum“ (meines) – und übrigens auch das Frauen-Amtspriestertum, von dem viele reden –, kommt erst nach diesem allgemeinen Priestertum.

Was können wir tun, damit dies alles nicht eine vage fromme Idee bleibt? Was ist zu tun, konkret, um dieses allgemeine Priestertum wirklich zu leben? 

In unserer Taufe wurden wir Priester und Priesterinnen in Christus. Deshalb können wir Gott mit ganzer Hingabe dienen. Denn ein Priester ist der Mensch, der Gott dient (wem dienen Sie? Wer ist ihr Herr?). In unserer Taufe wurden wir Könige und Königinnen. Deshalb können wir die ganze Schöpfung im Sinn Gottes verwalten (wie schnell das konkret wird!). In unserer Taufe wurden wir Propheten und Prophetinnen. Deshalb können wir Gott allen verkünden (Großmütter; Appell an die Väter).

Und was hat das mit dem Heiligen Geist zu tun? Er hat uns gesalbt. Er schafft, begleitet, korrigiert; er schafft neu (Abschied von der Volkskirche.) Der Heilige Geist ist unberechenbar. Er kann jede treffen, jeden entflammen. Der Heilige Geist macht Verdorrtes lebendig; er sprengt Versteinertes auf. Der Heilige Geist ist niemals Mainstream. Er befähigt uns, alles neu und anders zu machen. „In dem einen Geist wurden wir durch die Taufe alle zu einem einzigen Leib… wir wurden alle mit dem einen Geist getränkt“ (1 Kor 12).

Zum mündlichen Vortrag bestimmt, verzichtet dieser Text auf Quellenangaben. Jede Vervielfältigung und Veröffentlichung bedarf der ausdrücklichen Zustimmung des Autors.

Souveräner Malteser-Ritter-Orden

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