18. Februar – Aschermittwoch
Die Kirche beginnt mit dem Aschermittwoch die 40 tägige Fastenzeit vor dem Osterfest. Diese 40 Tage sollen uns an jene Zeit erinnern, die Jesus betend in der Wüste verbrachte. Der Name leitet sich vom Brauch ab, die Asche der verbrannten Palmzweige des Vorjahres im Gottesdienst am Aschermittwoch zu segnen und mit dieser gesegneten Asche werden die Gläubigen mit einem Kreuz bezeichnet. Dabei spricht der Priester: „Bedenke Mensch, das du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst“ oder „Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium“. Erzbischof Josef Grünwidl wird am 18.02.2026 um 18:00 Uhr einen Gottesdienst zum Aschermittwoch im Wiener Stephansdom vorstehen und den Gläubigen das Aschenkreuz spenden. Die Aschermittwochsliturgie wird ab 18:00 Uhr auch auf radio klassik Stephansdom zu hören sein. Um 16:30 Uhr findet die „Statio“ in der Kirche Sant’Anselmo statt, gefolgt von der Bußprozession zur Basilika Santa Sabina, wo der Heilige Vater um 17:00 Uhr die Heilige Messe mit Segnung und Aschenauflegung vorstehen wird. Viele kirchliche Orte bieten unter dem Namen „Ash to go“ die unklomplizierte Möglichkeit, außerhalb des Gottesdienstes das Aschenkreuz zu erhalten. Kurzentschlossene können sich an verschiedenen Orten am Mittwoch, den 18. Februar 2026 das Aschenkreuz aufliegen lassen und einen persönlichen Segen empfangen: Asche, ein Symbol der Vergänglichkeit, der Buße und Reue. Schon die Menschen im Alten Testament „hüllten sich in Sack und Asche“, um ihrer Bußgesinnung Ausdruck zu verleihen. Asche wurde auch als Reinigungsmittel verwendet, daher auch das Symbol für die Reinigung der Seele. Für den Aschermittwoch gibt es kein genaues Datum, der Termin wird anhand des Osterfestes errechnet und ist immer der 46. Tag vor dem Ostersonntag (die Sonntage werden nicht mitgezählt). Der Aschermittwoch, welcher unmittelbar dem Faschingsdienstag folgt ist auch das Ende der Faschingszeit. Wir sollen wieder daran erinnert werden, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und sich in Verzicht zu üben. In der Fastenzeit verzichten manche auf bestimmte Nahrungsmittel, Alkohol, aber auch auf Luxus wie Rauchen oder viel telefonieren. Immer beliebter wird auch das Internetfasten. Ein typisch österreichischer Brauch ist der Heringsschmaus am Aschermittwoch. Da früher der Konsum von rohem Fisch als Verzichtsritual bekannt war, entwickelte sich aus diesem heraus diese Tradition. Dabei galt der Heringsschmaus früher als „Arme-Leute-Essen“, da der saure Fisch sehr günstig war und den Körper nach dem Alkoholgenuss der Faschingszeit gut entschlackte. Das gegenwärtig praktizierte Heringsessen als opulentes Mahl verträgt sich genau genommen aber eher weniger mit dem christlichen Gedanken der Fastenzeit.
Der Aschermittwoch
Der Aschermittwoch mit Papst Leo XIV.
Aschenkreuz to go oder Aschenkreuz für Eilige
Hier kann man inmitten der Alltagshektik kurz innehalten, das Aschenkreuz empfangen und mit einem Gebet oder Gedanken in die Fastenzeit starten.
Reisende und Pendler*innen können bis zum späten Abend im 2. Untergeschoß des Hauptbahnhofs innehalten und das Aschenkreuz als Zeichen der Besinnung annehmen.
Auch hier wird das Aschenkreuz gespendet, begleitet von kurzen Impulsen und Gesprächsmöglichkeiten.Asche als Symbol
