Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom heiligen Johannes zu Jerusalem von Rhodos und von Malta

Aktuelles

9. April – Ostersonntag

08/04/2023 


Gottesdienstübertragungen am Ostersonntag via TV, Radio und Livestream

09:00 Uhr – Gottesdienst zum Ostersonntag aus dem Stift Lilienfeld/NÖ auf Servus TV

10:00 Uhr – Ostergottesdienst mit Papst Franzsikus und Segen „Urbi et Orbi) aus Rom auf ORF2, BR, ARD und Radio Maria

10:15 Uhr – Gottesdienst zum Ostersonntag aus dem Wiener Stephansdom via Livestream Youtube

Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden! Das ist der festliche Gruß der Christen am Ostersonntag, denn Jesus Christus ist auferstanden von den Toten. Der Ostersonntag ist der ranghöchste Feiertag der Christenheit, die Evangelien berichten uns vom leeren Grab und dass ein Engel den Frauen erschienen ist. „Was sucht ihr den Lebenden unter den Toten“ hat er zu ihnen gesagt.

Das Osterdatum wird wie das jüdische Hauptfest Pessach über einen gebundenen Mondkalender bestimmt. Es fällt in den westlichen Kirchen auf den ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond und bestimmt auch die Daten der beweglichen Festtage des Osterfestkreises.

Bereits in der Nacht zum Ostersonntag feiern wir in der Osternacht die Auferstehung. Im Gloria kommt das symbolisch zum Ausdruck, bei dem zum ersten mal wieder die Lichter der Kirche entzündet werden, die Glocken festlich läuten und die Orgel dazu feierlich spielt. In der Osternacht wird die Osterkerze geweiht und entzündet, ebenso das Weihwasser für das kommende Jahr. Meist finden auch in der Osternacht Taufen statt.

Da die österliche Freudenzeit nach dem Zeugnis des Neuen Testaments am frühen Morgen des ersten Tages der Woche mit der Entdeckung des leeren Grabes Jesu begann, endet die Osternachtliturgie traditionell zum Sonnenaufgang mit der Feier der Eucharistie.

Die Morgenröte, das Erscheinen des Lichts nach finsterer Nacht, ist in vielen Kirchenliedern, literarischen Werken und künstlerischen Darstellungen wiederkehrendes Symbol für die Auferstehung Christi und die kommende Auferstehung aller Menschen.

So heißt es in dem Ambrosius von Mailand zugeschriebenen und aus dem 4. oder 5. Jahrhundert stammenden Hymnus Aurora lucis rutilat, der zu den Laudes des Ostersonntags gesungen wird:

„Der Morgen rötet sich und glüht, der ganze Himmel tönt von Lob,
in Jubel jauchzt die Erde auf, und klagend stöhnt die Unterwelt.
Der starke, königliche Held zerbrach des Todes schweren Bann.
Sein Fuß zertrat der Hölle Macht: Aus harter Fron sind wir befreit.
Er, den der Stein verschlossen hielt, und den man noch im Grab bewacht,
er steigt als Sieger aus dem Grab, fährt auf in strahlendem Triumph.
Schon werden alle Klagen stumm, in Freude wandelt sich der Schmerz,
denn auferstanden ist der Herr; ein lichter Engel tut es kund.
Dem Herrn sei Preis und Herrlichkeit, der aus dem Grabe auferstand,
dem Vater und dem Geist zugleich, durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.“
Kennst du das Wunder des Heiligen Feuers in der Grabeskirche zu Ostern?

Das Heilige Feuer ist nach Überzeugung orthodoxer Christen ein sich alljährlich am Karsamstag-Nachmittag in der Jerusalemer Grabeskirche ereignendes Wunder. Das Heilige Feuer soll keinen natürlichen Ursprung besitzen und in seinen ersten Minuten nicht sengen.

Das Feuer entsteht nur an den orthodoxen Ostern und nur in Gegenwart des Jerusalemer Patriarchen der orthodoxen Kirche. Nachdem der Jerusalemer Patriarch auf Streichhölzer, Feuerstein oder andere Zündmittel durchsucht wurde, betritt er die ebenso versiegelte und davor (von Nichtchristen) durchsuchte Heilig-Grab-Ädikula. Der Zeremonie wohnen die Hierarchien der verschiedenen christlichen Konfessionen und einige zehntausend Christen bei.

Nach dem Volksglauben steht in dem Jahr, in dem das Heilige Feuer nicht herabsteigt, das Ende der Welt bevor.

Der russische Abt Daniel beschrieb das „Wunder des heiligen Feuers“ sehr detailliert in seiner Reisebeschreibung aus den Jahren 1106/07. Am Karsamstag des orthodoxen Osterfestes, gegen 14 Uhr, entzündete sich in der Heilig-Grab-Ädikula in der Grabeskirche eine Kerze in der Hand des orthodoxen Patriarchen angeblich von selbst und ohne Fremdeinwirkung. Von Abt Daniel wurde das Phänomen als Lichtsäule über der Grabesplatte beschrieben, an der sich an einer bestimmten Stelle eine Kerze entzünden ließ. Diese Flamme wurde in der Kirche von einem Priester nach Verlassen des Grabes an die Gläubigen weitergereicht. Viele Kerzen oder Öllampen sollen sich allerdings auch von selbst entzündet haben, nachdem die Lichterscheinung in der Kapelle aufgetreten war.

Das Feuer selbst soll die Eigenschaft haben, in den ersten Minuten keine Versengungen hervorzurufen. Eine Scharlatanerie soll durch die vorherige amtliche Versiegelung des Grabes und eine Untersuchung des Priesters vor Betreten ausgeschlossen werden. Man folgt auch hier einer alten Tradition, nach der die Römer das Grab Jesu nach seiner Grablegung ebenfalls versiegelten, um zu verhindern, dass der Leichnam gestohlen werde und so behauptet werde, Jesus sei von den Toten auferstanden.

Der Ostersonntag als Ankerpunkt im Kirchenjahr

Die meisten beweglichen Gedenk- und Feiertage des Kirchenjahrs hängen vom Datum des Ostersonntags ab:

Aschermittwoch = 46 Tage vor Ostern
Palmsonntag = Sonntag vor dem Osternfest
Gründonnerstag = drei Tage vor Ostern
Karfreitag = zwei Tage vor Ostern
Christi Himmelfahrt = 39 Tage nach Ostern („der 40. Tag“)
Pfingsten = 49 Tage nach Ostern („der 50. Tag“)

In der katholischen Kirche zusätzlich noch

Fronleichnam = 60 Tage nach Ostern
Heiligstes Herz Jesu, am dritten Freitag nach Pfingsten

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