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Weihnachten in anderen Ländern – Italien

14/12/2020 


Buon Natale!

So wird Weihnachten in Italien gefeiert

Italien ist für Weihnachtsfans vermutlich wie das Paradies. Denn Italiener feiern gleich viermal Weihnachten. Über einen ganzen Monat erstreckt sich das Fest, vom 6. Dezember bis hin zum 6. Januar des neuen Jahres. Anfang des zwölften Monats steht also bereits der festlich geschmückte Weihnachtsbaum im Wohnzimmer. Viele Bräuche der italienischen Weihnacht kennt man so jedoch auch aus Österreich und anderen Ländern Europas.

Weihnachten feiern wie die Italiener

Italienische Weihnachten beginnt nicht mit Heiligabend, sondern mit Santa Nicola, dem Nikolaustag am 6. Dezember. Ähnlich wie auch in Österreich, gibt es bereits an diesem Tag kleine Geschenke, welche die Kinder morgens vor ihrer Schlafzimmertür oder in jüngster Vergangenheit auch immer öfter unter dem Weihnachtsbaum finden. An öffentlichen Plätzen und in den Kirchen stehen genauso wie daheim bereits festlich geschmückte Krippen und Weihnachtsbäume. Anders als die Krippen, haben Tannenbäume allerdings noch keine sehr lange Tradition in Italien – erst seit einigen Jahrzehnten ist es Brauch, einen Christbaum aufzustellen und zu schmücken.

Rund eine Woche später steht bereits der nächste Festtag an. Am 13. Dezember feiern die Italiener die „Botin des Lichts“, Santa Lucia. Die 281 nach Christus geborene Sizilianerin vermachte ihr gesamtes Vermögen den Armen. Daran erinnert auch die traditionelle Süßspeise Torrone dei poveri, ein klebriges Gemisch aus Zucker und Kichererbsen. Die günstig zubereitete Speise wird daher gern an Bedürftige verschenkt. Am 24. Dezember läuten Kanonenschüsse, die vom Castel St. Angelo abgefeuert werden, das Fest ein, während die Familien Zuhause, ähnlich wie in Österreich, gemeinsam ein Festmahl genießen. Darauf folgt eine Tombola, ähnlich wie in der spanischen Weihnacht sowie in vielen christlichen Gemeinden der Besuch der Christmette, einem weihnachtlichen Gottesdienst in der Kirche.

Der wichtigste Weihnachtsfeiertag ist aber auch in Italien der 25. Dezember. An diesem Tag feiert das ganze Land die Geburt des Jesuskinds (il Bambinello Hesu). Los geht’s am frühen Morgen mit der Bescherung und den Geschenken für die Kinder, gefolgt von einem satten Weihnachtsessen. Bedeutsam ist der Tag auch deshalb, weil der Papst den Gläubigen in aller Welt seinen Segen auf dem Petersplatz erteilt. Der vierte und letzte Feiertag ist schließlich der 6. Januar. Auch hier gibt es traditionell noch einmal eine Bescherung. Dann kommt nämlich die gute Hexe La Befana nachts durch den Schornstein, um artigen Kindern Geschenke und den unartigen Kindern kleine Kohlestückchen in ihren Schuhen zu hinterlassen.

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