Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom heiligen Johannes zu Jerusalem von Rhodos und von Malta

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11. November – St. Martin

11/11/2019 


Der Martinstag, auch Martini genannt, ist der Gedenktag des Heiligen Martin von Tours. Besonders in Österreich hat der 11. November als Feiertag große Bedeutung, denn St. Martin ist der Landespatron des Burgenlandes.

Der Feiertag geht auf eine Legende aus dem Jahr 334 nach Christus zurück. Martin war als römischer Offizier in Armenien stationiert. Als er eines Tages einem frierenden Bettler begegnet, teilte er, der Offizier, kurzerhand seinen Mantel mit dem Schwert und gab dem armen Mann eine Hälfte. Des Nachts erschien ihm dann Christus im Traum, bekleidet mit dieser Hälfte seines Mantels.

Durch diese Tat ist St. Martin zu einem Symbol christlicher Nächstenliebe geworden. Im Mittelalter entwickelten sich daraus eine ganze Reihe von Bräuchen, die sich bis heute erhalten haben. Früher war  St. Martin ein Tag, an dem viele Dienstverhältnisse begannen oder endeten und der Zehnte gezahlt wurde – zumeist in Naturalien, darunter auch fette Gänsen, die ob des bevorstehenden Winters, des kargen Futters und der Aussicht auf 40 Tage Fastenzeit gerne am 11. November verzehrt wurden.

Der Brauch des Martini Gansels, wie es in Österreich gerne bezeichnet wird, geht auch auf eine weitere Legende des Sankt Martin zurück. Weil man ihn erwählte, Bischof von Tours zu werden, hatte er sich in einem Stall versteckt, wo ihn die schnatternden Gänse verraten hätten.

Ein Brauch, der am Martinstag heute noch gern begangen wird, ist der Martinsumzug. Kinder ziehen mit selbstgebastelten Laternen durch die Straßen und singen Martinslieder. Dabei wird gerne die Legende rund um die Mantelteilung des Heiligen Martins nachgespielt.

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