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Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom heiligen Johannes zu Jerusalem von Rhodos und von Malta

Malteserorden

Nachrichten

19. April Karfreitag

19/04/2019 


Am Karfreitag gedenken wir dem Leiden und Sterben unseres Herrn Jesus Christus. Er gilt als der erste Tag des sogenannten „Triduum Sacrum“, der Dreitagefeier zu Ostern. Sein Name leitet sich vom althochdeutschen „kara“  ab, was so viel bedeutet, wie Trauer oder Klage.

Das Osterfest ist in den christlichen Kirchen der Höhepunkt des Kirchenjahres. Am Karfreitag wird von Christen der Kreuzigung Jesu Christi gedacht.

In der katholischen Tradition gilt der Karfreitag als strenger Fasttag, man verzichtet auf Fleisch und Fisch und sättigt sich nur einmal am Tag. Auch ist es in katholischen Kirchen üblich, dass Orgel und Kirchenglocken am Karfreitag nicht erklingen. Im Volksmund sagt man hier gerne, es fliegen die Kirchenglocken während dieser Zeit nach Rom und kommen erst zu Ostern wieder zurück.

Anstatt der Glocken wir mit den hölzernen Ratschen zum Gottesdienst an Karfreitag gerufen. Auch das Ewige Licht erlischt in vielen katholischen Kirchen für zwei Tage. Gottesdienste beginnen in katholischen Kirchen häufig um 15.00 Uhr, da diese Uhrzeit als Sterbestunde Jesu Christi überliefert ist. Die liturgische Farbe Rot steht für das von Jesus Christus vergossene Blut.

Das Recht zur Todesstrafe lag damals in der römischen Provinz Judäa beim kaiserlichen Statthalter. Unter der Regentschaft des Kaisers Tiberius versah Pontius Pilatus von ca. 26 bis 36 n.Chr. dieses Amt. Seinem Urteil gegen Jesu ging eine Art Voranklage durch die geistlichen Autoritäten der Juden voraus. Es übersetzte die bedrohliche Kultkritik Jesu in das römische Rechtssystem, indem es Jesus des Majestätsverbrechens gegen den Kaiser beschuldigte. Bekannt ist das Zitat von Pontius Pilatus auf das Todesurteil Jesu bezogen: „Ich wasche meine Hände in Unschuld“. Die Handwaschung war ein alttestamentlicher Unschuldsritus. Der römische Schriftsteller Cicero schilderte die Kreuzigung als schmählichste, grausamste und fürchterlichste Todesart.

„Im Kreuz ist Heil“

Die Passion Christi ist das zentrale Element des Gottesdienst. Sie wird, zumeist mit verteilten Rollen aus dem Johannesevangelium gelesen. Ein weiteres Element ist die „Erhebung des Kreuzes“, dabei enthüllt der Priester entweder ein Kreuz, oder er trägt ein Kreuz vom Eingang der Kirche in den Altarraum, wobei er dreimal den Ruf zur Erhebung singt: „Seht das Holz des Kreuzes, an dem das Heil der Welt gehangen“ oder „Im Kreuz ist Heil. Im Kreuz ist Leben. Im Kreuz ist Hoffnung“. Mehr zur Kreuzesverehrung den Improperien lesen sie hier. In vielen Kirchen wird am Ende des Karfreitagsgottesdienst Jesus Christus in sein Grab gelegt. Das Grab ist meist an einem Seitenaltar aufgebaut und die Gläubigen sind dazu eingeladen am Grab zu wachen und zu beten.

Die Klagelieder des Propheten Jeremia

Am Morgen des Karfreitags und Karsamstags ist die Laudes, das Morgengebet besonders gestaltet. Der Gottesdienst ist sehr schlicht und in seinem Mittelpunkt steht die (oft gesungene) Lesung der Klagelieder des Propheten Jeremia. Eine Besonderheit am Gottesdienst sind die 15 Kerzen, die am Altar stehen. Nach jedem Teil der Mette wird eine Kerze gelöscht, nur die 15. bleibt brennen, denn sie symbolisiert Jesus, der trotz Trauer, Angst und Tod sein Licht in die Welt leuchten lässt. In vielen Wiener Pfarren und Klöster werden die Trauermetten am Karfreitag und Karsamstag in der Gemeinschaft gebetet und gesungen.

Souveräner Malteser-Ritter-Orden

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