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Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom heiligen Johannes zu Jerusalem von Rhodos und von Malta

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18. April – Gründonnerstag

18/04/2019 


Am Gründonnerstag gedenken die Christen traditionell der Feier des Letzten Abendmahls, das Jesus Christus mit seinen Jüngern gehalten hat. Seine Bezeichnung leitet sich vom Wort: gronan – weinen ab.

Wie genau der Gründonnerstag genau zu seinem Namen kam, ist bislang ungeklärt. Dennoch gibt es verschiedene Theorien: Sowohl die im 15. Jahrhundert für das Christentum symbolische Farbe Grün kommt als Namensgeber infrage, aber auch die Theorie, dass der Name vom „greinen“ (büßen) kommt. Doch auch die Ernährungsweise könnte maßgeblich sein, denn Berichten zufolge wurde am Gründonnerstag vorwiegend grünes Gemüse gegessen.

Dass der Name eher vom „Weinen“ kommt liegt nahe, da die Büßer, auch als „Weinende“ bezeichnet wurden, an diesem Tag wieder in die kirchliche Gemeinschaft aufgenommen wurden. Die landläufigen Deutungen in Hinsicht auf die Speisen sind jedoch einprägsamer und haben sich so in den Köpfen verankert, dass es in vielen Familien Brauch ist, am Gründonnerstag Spinat zu essen.

Das höchste Fest der Christen, die Auferstehung Jesu zu Ostern, wird mit dem Gründonnerstag eingeleitet und gehört neben dem Karfreitag und Karsamstag zum „Triduum Sacrum“, das genaugenommen ein großes Fest, eine große Liturgie auf drei Tage verteilt verstanden werden kann. Am Gründonnerstag sticht ein Brauch hervor, das Spinatessen in Anlehnung an die Farbe Grün. In vielen Familien wird diese Tradition bis heute gelebt oder durch andere grüne Speisen ersetzt.

Aber auch in der Kirche gibt es einige Bräuche: Es werden alle Altarkerzen gelöscht und auch das Ewige Licht, ebenso werden Hostien und jeglicher Schmuck entfernt.

Ein langjähriges Brauchtum der katholischen Vereine ist es, Anbetungsstunden für den Gründonnerstag vorzubereiten. Dabei steht die Leidensgeschichte von Jesus im Mittelpunkt der Andacht.

In Bischofskirchen wird am Gründonnerstag auch Chrisam Messe gelesen, hier werden die Heiligen Öle geweiht, welche zur Spendung der Sakramente und anderer Weihbehandlungen benötigt werden. Das Chrisam besteht aus Olivenöl und aromatischen Zusätzen und gilt als besonders kostbar. Seit Jahrtausenden findet es Verwendung bei der Salbung von Königen.

Besonders schön anzuhören ist das Glockenläuten beim Gloria der Gründonnerstagsmesse, bei dem die Ministranten alle in der Kirche verfügbaren Glocken läuten. Im Volksmund versteht man darunter, dass die Glocken nun nach Rom fliegen. Danach ertönen die Glocken erst wieder in der Osternacht.

Anstatt der Glocken kommen die Ratschen Buben zum Einsatz, die jedoch im ländlichen Raum noch mehr Anhänger finden als im städtischen. Sie zeigen mithilfe der Ratschen die Gebetszeiten an und ziehen lautstark durch die Straßen.

Zusammen mit dem letzten Abendmahl fand auch die Fußwaschung statt, die heute in vielen Pfarren noch angeboten wird. Es handelt sich dabei um eine rituelle Handlung, die im Orient bis heute als Symbol für Gastfreundschaft steht. Der Ursprung geht jedoch auf die Fußwaschung beim letzten Abendmahl zurück, bei dem Jesus seinen Jüngern die Füße wusch, um zu zeigen, dass sie auch untereinander zum Dienen bereit sein müssen.

Abendmahl
Fusswaschung

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