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Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom heiligen Johannes zu Jerusalem von Rhodos und von Malta

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6. Jänner – Heilige 3 Könige – Weihrauch als Wundermittel

06/01/2019 


Weihrauch ein Wundermittel

In diesen Tagen werden viele Haushalte in Österreich von den Sternsingern besucht. Sie stellen die Heiligen Drei Könige dar, welche dem neugeborenen Jesuskind die Gaben: Gold, Weihrauch und Myrre bringen. Eine dieser Gaben wollen wir heute genauer betrachten, den Weihrauch.

Den Weg in die christliche Glaubenswelt fand der Weihrauch um Kaiser Konstantin. Da der Weihrauch im antiken Rom eine wichtige Rolle im heidnischen Opferkult innehatte, lehnte die Frühe Kirche diesen anfangs ab. Erst als Kaiser Konstantin das Christentum zur Staatsreligion erhob und Priester sowie Bischöfe von nun an im Rang römischer Beamten standen, bekam auch der Weihrauch wieder eine Bedeutung für die Christen.

Weihrauch ist die das Harz des Weihrauchbaumes, der vor allem in den Trockengebieten um das Horn von Afrika, in Arabien und Indien wächst. Aufgrund seiner aufwändigen Gewinnung, gilt Weihrauch als besonders kostbar und teuer und wurde in vergangenen Jahrhunderten im Handel wie Gold bewertet.

In der Liturgie der katholischen Kirche findet der Weihrauch vor allem in der feierlichen Heiligen Messe am Sonntag, im Stundengebet besonders bei der Laudes und Vesper, sowie in der eucharistischen Anbetung, bei Prozessionen und Andachten Verwendung.

Er ist der Ausdruck der Verehrung für Christus. Beräuchert werden daher vor allem die Zeichen der Gegenwart Jesu Christi: Altar, Kreuz, Osterkerze, Weihnachtskrippe, Evangeliar,  Leib und Blut Christi sowie der Priester und die versammelten Mitfeiernden, denn sie gehören durch die Taufe zu Jesus, sind „Leib Christi“.

In der Heiligen Schrift heißt es ja: „wo zwei oder drei in seinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen” Mt 18,20.

So betet der Priester sinngemäß immer, während er die Weihrauchkörner mit einem kleinen Löffel ins Rauchfass legt: „Steige auf zu dem, zu dessen Ehre du verbrennst“ und „Wie dieser Rauch mögen unsere Gebete zu Dir aufsteigen“. Ps 121.

ANWENDUNG IN DER MEDIZIN

Die Verwendung des Weihrauchs in der Medizin der Antike und der indischen Ayurvedamedizin waren die Grundlage für die Forschung der modernen Medizin. Weihrauch wird nachweislich eine desinfizierende, schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben“, heißt es auf dem öffentlichen Gesundheitsportal „gesundheit.gv.at“

So können die Inhaltsstoffe im Weihrauch, der Boswelliaextrakt, offenbar die Bildung von Entzündungsbotentstoffen hemmen.

Diese spiele etwa auch bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, Asthma oder Rheuma eine große Rolle. Auch hier erfolgt die Anwendung mittels Weihrauchkapseln, die als Nahrungsergänzungsmittel in Apotheken erhältlich sind.

Die Plattform Medizin-Transparent hat die wissenschaftliche Datenlage zu den positiven Wirkungen von Weihrauch auf die Gesundheit untersucht. Demnach zeigen klinische Studien, dass Weihrauchextrakte Schmerzen und Bewegungseinschränkungen bei altersbedingter Abnützung (Arthrose) der Kniegelenke geringfügig lindern können.

In Indien wurde, angeregt durch die Erfahrungen der Ayurvedamedizin – ein Forschungsprojekt unter Beteiligung deutscher Forscher mit dem Boswelliaextrakt getestet, in dem vor allem die entzündungshemmenden und antiödematösen Eigenschaften geprüft wurden.

In diesen Studien konnte gezeigt werden, dass dieser spezielle Extrakt H15 erfolgreiche Anwendung bei einer bestimmten Form von Asthma, bei entzündlichen Erkrankungen im Darm, wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn, und bei rheumatischer Arthritis fand. Es zeigte sich, dass dieser Extrakt bei entzündlichen Darmerkrankungen eine wertvolle ergänzende Therapie darstellt. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen konnten mit dem speziellen Extrakt H15 in hoher Dosierung erzielt werden.

Eine neue Studie zeigt, dass Weihrauchextrakte die Entzündungsaktivität bei Multipler Sklerose dämpfen können. Auch bei anderen entzündlichen Erkrankungen sind ähnliche Wirkungen bekannt.

Die Studienergebnisse haben die Forscher überrascht: Am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein erhielten 28 Patienten mit schubförmiger Multipler Sklerose eine Therapie mit standardisiertem Weihrauchextrakt. Über einen Zeitraum von acht Monaten nahmen sie drei Mal täglich Kapseln mit dem Extrakt ein. In den Bildern der Magnetresonanztomographie zeigte sich daraufhin: Die entzündliche Krankheitsaktivität war stark zurückgegangen.

Die Studienergebnisse haben die Erwartungen übertroffen, sagten die beiden Studienleiter Klarissa Stürner (Oberärztin in der Klinik für Neurologie des Uni-Klinikums Schleswig-Holstein) und Prof. Christoph Heesen (Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf und NeuroCure Clinical Research Center der Charité Berlin).

„Weihrauch könnte aufgrund der geringen Nebenwirkungen besonders für erst seit kurzem und nur gering erkrankte Multiple-Sklerose-Patienten eine Behandlungsoption darstellen. Dazu sind jedoch weitere Untersuchungen notwendig. Die Ergebnisse der Studie sind online im Journal of Neurology, Neurosurgery und Psychiatry erschienen.

Von der eigenständigen Einnahme von frei erhältlichen Weihrauchpräparaten raten die Mediziner jedoch ausdrücklich ab.

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