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Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom heiligen Johannes zu Jerusalem von Rhodos und von Malta

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4. Dezember – Barbaratag

04/12/2018 


Barbarazweige: Noch vor Sonnenaufgang werden Kirschzweige – fallweise auch Forsythienzweige – abgeschnitten und in einer Vase auf den Küchenschrank gestellt. Wenn sie bis zum Heiligen Abend blühen, bedeutet das in der Familie im kommenden Jahr eine Hochzeit (für die „heiratsmassigen Dirndln“) oder wenn keine Jugend im Haus ist, einfach Glück und Freude.

Die Hl. Barbara ist die Schutzpatronin der Bergleute

Als Patornin der Bergleute und in der Darstellung mit Turm und Schwert ist die heilige Barbara landläufig bekannt. Sie zählt neben der Heiligen Margaretha und Heiligen Katharina zu den „Drei heiligen Madln“, war eine frühchristliche Heilige, die in Nikodemien (Türkei) gelebt hat und sich gegen den Willen ihres Vaters taufen ließ. Der Legende nach sollen nach ihrem Tode um die Weihnachtszeit auf ihrem Grabe die Blumen geblüht haben. Daraus hat sich der Brauch des Einfrischens von Kirschzweigen an ihrem Namenstag entwickelt; daher erwarten alle Beschenkten das Aufblühen der Zweige bis Weihnachten. Laut Volksglauben sollen die erblühten Zweige auch auf eine bevorstehende Hochzeit hinweisen.

Brauchtum der Barbarazweige

Am 4. Dezember, dem Barbaratag, ist es der Brauch Obstzweige – meist Kirschzweige – zu schneiden und im Haus aufzustellen. Wenn diese nach altem Volksglauben bis zum Heiligen Abend zu blühen begannen, wurde das als Zeichen des Glücks und der Gesundheit für das darauf folgende Jahr gedeutet.

Am bekanntesten und verbreitesten ist die Funktion der blühenden Zweige als Liebesorakel. Unverheiratete Mädchen gaben jedem Zweig den Namen eines Verehrers, und derjenige Zweig, der dann zu blühen begann, wurde von dem Mädchen geheiratet.

Diese Sitte geht auf den Brauch der „germanischen Lebensrute“ zurück und ist ein so genannter Orakelbrauch. Die heilige Barbara ist eine der 14 Nothelferinnen und ist Schutzpatronin unter anderem der Bergleute, der Geologen, der Sterbenden, der Gefangenen, der Glöckner, der Architekten und der Feuerwehrleute.

Die hl. Barbara, die aufgrund der Eifersucht des Vaters in einen Turm gesperrt wurde (der Turm ist auch ihr Symbol) trat vom heidnischen zum christlichen Glauben über. Der Vater wollte, dass sie ihren christlichen Glauben aufgab, doch sie blieb standhaft und wurde schließlich von ihrem Vater verraten. Sie wurde verhaftet und musste für ihren christlichen Glauben sterben.

Ausschlaggebend für diesen Brauch soll ein spätmittelalterliches Legendenmotiv sein, wonach in der Weihnachtszeit auf dem Grab der Hl. Barbara viele Blumen geblüht hätten.

Ein Gedicht des Lyrikers Martin Greif (Friedrich Hermann Frey) aus dem späten 19. Jahrhundert weist auf die orakelhafte Bedeutung der Barbarazweige hin.

Am Barbaratage holt‘ ich drei Zweiglein vom Kirschenbaum, die setzt‘ ich in eine Schale, drei Wünsche sprach ich im Traum:
Der erste, dass einer mich werbe, der zweite, dass er noch jung, der dritte, dass er auch habe. Des Geldes wohl genug.
Weihnachten vor der Mette. Zwei Stöcklein nur blühten zur Frist: Ich weiß einen armen Gesellen, den nehm‘ ich, wie er ist.

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