Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom heiligen Johannes zu Jerusalem von Rhodos und von Malta

Nachrichten

20. Februar – Weihetag der Hauptkirche des Malteserordens

20/02/2018 


An diesem Tag wird der Weihe der Kirche des Hl. Johannes des Täufers in Valletta, Malta, der Hauptkirche des Malteserordens gedacht, in der durch Jahrhunderte die Ordensbrüder zu Gott beteten und sich an den Gräbern der Vorgänger trafen.

Die Kirche wurde zwischen 1573 und 1578 als Klosterkirche errichtet. In Auftrag gegeben wurde sie von Großmeister Fra` Jean de la Cassière, entworfen vom maltesischen Militärarchitekten Gerolamo Cassar, der auch andere Gebäude in Valletta konzipiert hat. Während der Bau nur vier Jahre dauerte, benötigte die vollständige Ausstattung des Innenraums über 100 Jahre.

1820 erklärte Papst Pius VII. die Kirche zur Co-Kathedrale, um ihre Bedeutung für Land und Stadt auch nach der Vertreibung der Malteserritter durch Napoleon im Jahre 1798 zu unterstreichen. (Der eigentliche Bischofssitz befindet sich jedoch in der alten Hauptstadt Mdina).

Eines der bedeutendsten Werke der Kirche ist Die Enthauptung des Hl. Johannes (1608) von Caravaggio (1571-1610). Es zählt zu den Meisterwerken des Künstlers und ist das einzige signierte Gemälde des Malers.

Bedeutend sind auch die zahlreichen Marmorgrabsteine der Ordensritter in der Kirche. Sie sind mit den jeweiligen Wappen sowie Hinweisen auf die Träger reich verziert. 375 Grabplatten wurden im Boden der Kirche versenkt. Die überwiegend in der Krypta befindlichen Sarkophage und Gräber der Großmeister zählen zu den vollkommensten Kunstwerken des Hochbarock.

Herr, lass uns an diesem Tag im Gebet an die enge Verbindung mit den
verstorbenen, lebenden und zukünftigen Ordensmitgliedern erinnern und denken.

Souveräner Malteser-Ritter-Orden

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