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Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom Heiligen Johannes zu Jerusalem von Rhodos und von Malta

Order of Malta

Predigten aus der Malteserkirche

  • 23/09/2016

    Fest des hl. Dominikus, 8. August 2016

    „Franziskus“ – weil alle Franzikus lieben. Franziskus zieht sich aus, auf dem Marktplatz von Assisi, wirft seinem Vater die reichen Kleider hin, geht nackend weg und wird ein Heiliger. Das haut rein, das vergisst keiner, das gefällt allen. Bis heute.

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  • 12/09/2016

    Hl. Messe Aidsdienst Malteser, 7. Juni 2016

    Sie sind nichts Besonderes. Ich auch nicht. Obwohl wir das doch alle gerne wären: etwas Besonderes. Nicht Masse, nicht anonym, ohne Bedeutung. Wenigstens für ein paar Menschen auf dieser Erde wollen wir etwas ganz Besonderes sein.

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  • 12/09/2016

    Lange Nacht der Kirchen, 10. Juni 2016

    Dieses Evangelium – einfach das Evangelium von diesem Freitag – braucht keine Erklärung. Wenn das Wort Jesu Autorität ist, sind wir im Dilemma: sein Wort über die Unauflöslichkeit der Ehe gegen unser heutiges Leben. Wenn Jesus sich als Autorität erledigt hat, sind wir frei und können handeln, wie es uns gefällt. Ich finde die Lesung spannender.

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  • 12/09/2016

    Hochfest Johannes des Täufers, 24. Juni 2016

    „Hier lächelt jeder ständig.“ So schilderte kürzlich unser Kirchenblatt eine Gemeinde der katholischen Erneuerung in London. Genauer gesagt: So lobte die Zeitung jene britische Pfarre. Alle lächeln ständig: Ich kannte das bisher nur von Leuten, die lustige Pilze gegessen hatten, aber offenbar ist das jetzt das Modell der modernen Katholiken. Beunruhigend. Was soll aus England werden, wenn die jetzt ständig lächeln? Und wo sollen Sie dann hin, Sie, die Ritter und Damen des Ordens, Sie und Ihr Patron?

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  • 30/06/2016

    Fronleichnam 2016 (Mailberg)

    Mit was soll ich beginnen? Gute Nachricht? Schlechte Nachricht? Zuckerl oder Gurkerl? Eigentlich wurst. Zwei Dinge will ich Ihnen zu Fronleichnam sagen. Zu zwei Haltungen will ich Sie verführen, die auf den ersten Blick ganz gegensätzlich sind: Gehorsam und Spiel.

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  • 30/06/2016

    Fest der Heiligsten Dreifaltigkeit, 22. Mai 2016

    Wenn das Christsein der Christen nur endlich mehr mit Gott zu tun hätte! Christsein bedeutet, sagt ein berühmter Theologe, „ein Leben lang die Unbegreiflichkeit Gottes aushalten“. Das gefällt mir. So wünsche ich mir die Kirche. Das passt zum Hochfest der Dreifaltigkeit: Fest der Unbegreiflichkeit Gottes. Ja, man kann das Unbegreifliche feiern (Geburt eines Kindes)! So gesehen, könnte das Hochfest der Dreifaltigkeit das Gründungsfest der neuen Kirche werden. Ein Impuls der Erneuerung, hin zu einer Kirche, in der es um den Glauben an Gott geht – und nicht um das, was „man“ tut, nicht um das Brauchtum, um die Kunst oder die Politik.

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  • 30/06/2016

    Fest des seligen Wilhelm Apor, 23. Mai 2016

    „Deshalb umgürtet euch und macht euch bereit! Seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade…“ Ob der Bischof von Györ an dieses Wort dachte, als er am Morgen des 30. März 1945 das Zingulum anlegte, den Gürtel, der die priesterliche Albe zusammenhält? „Deshalb umgürtet euch und macht euch bereit!“

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  • 16/06/2016

    Dienstag der 7. Osterwoche – Joh 17, 3 –

    Ich will alles. Ich will das Ganze. Warum kann man nicht jung und zugleich alt sein? Zugleich Vater und Priester? Tischler und Schriftsteller? Sänger und Sportler zugleich? Warum müssen wir uns immer entscheiden, für das eine und damit gegen so vieles andere? Ich will alles und bekomme immer nur Stücke. So ist das in dieser Welt und in diesem Leben, und es fällt schwer, das zu akzeptieren. Wer es nicht akzeptiert wird niemals klug und weise; er wird nur wütend. Wie wütend sind wir, auf das Leben?

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  • 16/06/2016

    Pfingsten 2016

    Das waren jetzt Tage der Vorbereitung auf den Heiligen Geist. Auf Pfingsten. Auf Weihnachten kann man sich leichter vorbereiten und auf Ostern: Man stellt einen Baum auf oder richtet den Korb für die Speisenweihe. Aber wie bereitet man sich auf den Heiligen Geist vor? Zuerst einmal wissen – oder sich erinnern– , dass es ihn gibt. Dann muss man bereit sein, offen. Noch besser: Sehnsucht haben. Weil einem aufgegangen ist, dass man ihn braucht; dass es ohne den Heiligen Geist nicht geht.

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  • 16/06/2016

    Pfingstmontag 2016

    Das Unscheinbare. Das, was nicht zu sehen ist. Das, was man überhört. Der Heilige Geist. Der, der da ist.

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  • 16/06/2016

    Dienstag der 6. Osterwoche – Bitttag –

    Die drei Tage vor Christi Himmelfahrt werden nach altem Brauch als Bitttage gehalten. Und weil wer bittet, gut daran tut, sich nicht aufzuspielen, eine mögliche Schuld zuzugeben, ein Zeichen seines guten Willens zu setzen und sich auszusöhnen, sind diese drei Tage die einzigen in der Osterzeit in der violette Farbe der Buße.

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  • 16/06/2016

    Christi Himmelfahrt, 5. Mai 2016 – Jahrtag der Feuerwehr in Mailberg –

    Ich freue mich, dass Sie heute da sind. Sie sind skeptisch, ich weiß. Ich weiß auch, dass Sie nicht ganz behaglich sind. Die Kirche ist doch ein seltsames, fremdes Terrain. Nicht Ihr Zuhause. Irgendwie schön, irgendwie richtig, aber auch eigenartig, fast bis zum Unsympathischen. Das liegt nicht an mir; es wäre mit einem anderen Pfarrer nicht viel anders. So ist Ihre Situation jetzt, – und ich kann daran gar nicht viel ändern, fürchte ich.

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  • 16/06/2016

    7. Sonntag der Osterzeit (C), 8. Mai 2016

    „Alle sollen eins sein.“ Ich höre das nicht gern. Ich erlebe immer mehr, mit denen ich nichts zu tun haben will. Die zudringlichen Bettler in der Kärtnerstraße, die Populisten in der Politik, die die Leuten vom Nachdenken abhalten. Oder die Ex-Jugos, die Auto fahren, als gälten die Regeln nur für die anderen… Und da funkt mir Jesus drein, wieder einmal: Alle, die glauben, sollen eins sein, sagt er. Darum betet er am Ende seines Lebens: um Einheit.

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  • 07/06/2016

    Fest des hl. Evangelisten Markus, 25. April 2016

    Ein Evangelium, das man gerne sortieren würde. Das Sperrige kommt weg, das Sinnige darf bleiben. Dass die Kirche in die ganze Welt gesandt ist und allen Menschen, allen Geschöpfen sogar das Evangelium verkünden soll, das ist noch einleuchtend. Aber die Verbindung von Unglaube und Verdammnis („wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden“)? Geht das noch? Die Aufnahme Jesu in den Himmel? Mythos? Und erst recht die seltsamen Zeichen, die Krafterweise der Gläubigen, die geschehen sollen und die offenkundig nicht geschehen, obwohl sie in der Bibel stehen? Täuscht die Bibel sich also doch? Ist sie doch nur ein Sammelsurium alter Legenden und praktischer Lebensweisheiten?

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  • 07/06/2016

    6. Sonntag der Osterzeit (C), 30. April / 1. Mai 2016

    „Einen Tempel sah ich nicht in ihr.“ Kein Tempel! Keine Kirche! Kein Stress! Die Lesung aus der Offenbarung des Johannes spricht eine verbreitete Hoffnung an. Ein bestimmtes Milieu in der Kirche beruft sich gern auf solche Texte. Die Hoffnung ist: kein Getue mehr um „heilige“ Dinge, keine ehrfurchtsvollen Mienen mehr; keine langweiligen, steifen Gottesdienste in besonderen Räumen und kein Sonntagsstaat. Stattdessen einfach ein guter Mensch sein und andere gute Menschen treffen. Also, wenn gerade Zeit ist und man Lust hat; nicht reglementiert, jeden Sonntag und so. Und „gut“ bedeutet natürlich „nett“. Kurz, von einer Kirche mit allerhand heiligem Larifari zu einer Kirche neben dem Heurigen, ganz menschlich und fröhlich.

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  • 07/06/2016

    Dienstag der 4. Osterwoche

    „Ihr aber glaubt nicht.“ Es sind eben nicht alle gleich. Es kann gut sein, dass nicht alle „in den Himmel kommen“. Es gibt Grenzen. Es gibt den Bruch, und man kann nicht die Butter haben und das Geld für die Butter. Ein Evangelium der Entscheidung. Oder besser: der Scheidung.

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  • 23/05/2016

    Zweiter Sonntag der Osterzeit, 1. April 2016

    Menschen sind so: wenn – dann. Wenn ich eine Wallfahrt mache, musst Du, lieber Gott, mir ein Kind schenken. Oder meinen Arm gesund machen. Wenn ich diese Buße tue, lieber Gott, dann musst du im Gegenzug auf meine Lieben aufpassen, damit ihnen kein Unglück geschieht. Wenn ich mich in der Pfarre engagiere, jahrelang, dann habe ich das Recht auf Beachtung und Rücksicht und Dankbarkeit. „Wenn ich meine Hand nicht in seine Seite lege“, dann glaube ich nicht, sagt Thomas. Das ist Marktplatz. Gott eingefangen in der Bazarbude.

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  • 23/05/2016

    Heiliger Stanislaus von Krakau, 11. April 2016

    „Jetzt ist er da, der rettende Sieg!“ Dieses Wort setzt die Kirche über einen Mord. Einen Mord in der Heiligen Messe.
    Da sind sie wieder, die Zumutungen der Kirche. Man erwartet eine der schönen, stillen, frohen Messen der Osterzeit, man will hören vom Aufblühen der noch ganz jungen Kirche, – und Kalender und Kirche tun sich zusammen, gegen uns, wie es zuerst scheint: Am 11. April soll überall auf der Welt der hl. Stanislaus von Krakau, der große Patron Polens gefeiert werden.

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  • 04/05/2016

    Ostermontag 2016

    „Sie sprachen miteinander über das, was sich ereignet hatte.“ Ostern bedeutet zuerst einmal das: Menschen reden mit einander. Hier zwei Männer auf ihrem Weg hinaus ins Dorf. Oder die Frauen, die das Grab leer finden. Das Evangelium in der Osternacht erzählte von ihnen. Auch sie reden. Zuerst mit jenen seltsamen Männern „in leuchtenden Gewändern“. Engeln. Dann reden sie miteinander. Dann mit den Aposteln. Die halten alles für Geschwätz. Sie glauben den Frauen nicht. Also reden auch die Apostel untereinander. Petrus geht ans Grab, findet es leer und wundert sich. Sich wundern, das ist doch ein Selbstgespräch, nicht wahr? Am Ostertag gehen zwei Jünger zum Grab, – weil sie gehört hatten, was Maria von Magdala redete. Auch Maria redet also. Zuerst mit dem Mann, den sie für den Gärtner hält. Bis er zu ihr sagt: „Maria!“ Da erkennt sie ihn. Es ist Jesus! Jesus lebt! Sie erkennt ihn im Gespräch. Dann geht sie los, zu den Aposteln. Sie verkündet ihnen: Jesus lebt!

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  • 04/05/2016

    Karfreitag 2016 – Königtum II –

    „I. N. R. I. – Jesus Nazarenus Rex Iudaeorum.“ Das steht auf einer Tafel oben am Kreuz. „Jesus von Nazareth, der König der Juden.“ Die jüdischen Autoritäten sind nicht einverstanden. Die Römer sollen schreiben „der gesagt hat, er sei der König der Juden“ (Joh; Mt). Der Statthalter lehnt das ab. „Was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben. Punkt.“ Pilatus hat die Wahrheit geschrieben, ohne an die Wahrheit zu glauben. Diese missverständliche, umstrittene, kleine hölzerne Tafel oben an der Spitze des Kreuzes sagt – wider Willen – die Wahrheit: Jesus ist König. Ist die Wahrheit wirklich das, nur das, was wir sehen? Der Karfreitag stellt auch diese Frage.

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