Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom heiligen Johannes zu Jerusalem von Rhodos und von Malta

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Valletta Kulturhauptstadt 2018

24/04/2018 


Valletta Kulturhauptstadt 2018

Valletta ist die Hauptstadt der Insel Malta, sie gilt als eine der bezauberndsten Hauptstädte der Welt, einzigartig ist ihr Charme der Vergangenheit.

Die Stadt ist von der Fläche her die kleinste Hauptstadt innerhalb der EU und hat neben der beeindruckenden Architektur so viele Sehenswürdigkeiten zu bieten, dass man sie an einem Tag allein kaum ansehen kann. Für 2018 wurde Valletta zur europäischen Kulturhauptstadt ernannt.

Seit 1980 gehört die gesamte Stadt zum UNESCO Welterbe. Die Bewohner der Stadt nennen Valletta auch il-Belt, was „die Stadt“ heißt. Der imposante Ort befindet sich auf einer Landzunge mit dem Namen Monte Sciberras. Diese ist umschlossen von den beiden größten Naturhäfen im Mittelmeer.

Die Stadt ist ringsum von gewaltigen Festungsmauern bzw. Bastionen umgeben. Als im Jahre 1565 die Osmanen Malta belagerten, und die auf Malta herrschenden Malteserrittern die Türken trotz deren militärischer Überlegenheit in die Flucht schlagen konnten, überlegte man sich, wie man Malta gegen einen möglichen neuen Angriff besser schützen könnte. Die Ritter des Malteserordens entschlossen sich, auf dem Monte Sciberras mit seiner strategisch günstigen Lage zu beiden Häfen eine moderne Festungsstadt zu errichten.

Hierfür nahm man sich die Erkenntnisse der neuesten Militärarchitektur und damalige Theorien einer Idealstadt zur Hilfe. Papst Pius IV sandte seinen besten Baumeister Francesco Laparelli, ein Schüler Michelangelos und europäische Königshäuser gewährten finanzielle Unterstützung. Wenn man heute durch die Straßen Vallettas geht, erkennt man, dass die Stadt sozusagen vom Reißbrett geplant wurde.

Der Grundstein wurde am 28. März 1566 durch den Großmeister des Malteserordens, Jean Parisot de la Vallette gelegt, dessen Namen die Stadt auch trägt. Laparelli wurde bei seinem Bauvorhaben von dem Malteserarchitekten Geralomo Cassar unterstützt, der auch die Arbeiten zuende führte.

Bereits am 18.03.1571 wurde der Sitz des Malteserordens offiziell von Birgu nach Valletta verlegt. Da der Malteserorden aus Angehörigen von acht Länderzungen bestand, wurden in der Stadt auch acht Auberges, sogenannte Herbergen errichtet. Jede der sogenannten acht Zungen war für die Verteidigung einer der Bastionen zuständig.

Seit der Errichtung der Stadt wurde Malta nie wieder eingenommen oder angegriffen. Erst Napoleon übernahm 1798 Malta, wobei die Malteserritter unter dem Großmeister Ferdinand von Hompesch kampflos übergaben. Als im zweiten Weltkrieg deutsche und italienische Luftangriffe stattfanden, wurden zwar Häuser zerstört, nicht jedoch die Festungsmauern. Diese hielten dem Bombenhagel stand. Heute ist Valletta eine Geschäfts- und Einkaufsstadt mit einzigartigen Sehenswürdigkeiten und Kulturgütern.

Es gibt viele historische Plätze, einladende Cafés oder öffentliche Gärten, von denen aus man herrliche Ausblicke über die Häfen hat. Abends nach Geschäftsschluss wird es ruhig in Valletta, dann laden kleine Bars und Restaurants zu entspannten Stunden ein.

Souveräner Malteser-Ritter-Orden

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