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Vergissmeinnicht: Österreichs NPOs sagen DANKE an ihre Testamentsspender

12/04/2018 


Neuer Höchststand: 60 Millionen Euro Testamentsspenden in Österreich 2017

Gemeinnützige Organisationen sagen DANKE an ihre Testamentsspender

Wien, 12. April 2018. Die Österreicher haben gemeinnützige Organisationen im Vorjahr mit rund 60 Millionen Euro in Form von Testamentsspenden unterstützt – ein neuer Höchststand hierzulande. Dies zeigt eine aktuelle Erhebung des Fundraising Verbands Austria. Als Zeichen des großen Danks und der Anerkennung pflanzte „Vergissmeinnicht – Die Initiative für das gute Testament“ heute im Schlossgarten Schönbrunn symbolisch Vergissmeinnicht-Pflanzen. Die 78 Mitglieder-Organisationen sagten damit gemeinsam DANKE an ihre Testamentsspender. Mit ihren Vermächtnissen ermöglichen sie wichtige gemeinnützige Projekte und gestalten so die Zukunft für kommende Generationen mit. 

Rund 60 Millionen Euro betrugen 2017 die Testamentsspenden zugunsten gemeinnütziger Organisationen. Dies sind beinahe 10 % des gesamten Spendenaufkommens in Österreich. „Jeder 10. Spendeneuro wird also mittlerweile über Testamente gespendet!“, zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands und Initiator von Vergissmeinnicht, beeindruckt.

Testamentsspenden bei den Österreichern immer beliebter:

Rund 14 Prozent der ÖsterreicherInnen über 40 Jahren können es sich laut Umfrage des Market-Institutes vorstellen, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken. Im Jahr 2012 waren es vergleichsweise erst  8 %. „Umgerechnet in absolute Zahlen sind heute über 650.000 Personen und damit um 291.000 mehr als 2012 am Testamentsspenden interessiert.“, zieht Lutschinger Bilanz.  Wichtigstes Motiv hinter einer Testamentsspende ist der „gute Wille“ sowie die Möglichkeit, sich über das Leben hinaus für eine wichtige Sache einzusetzen.

Informationsbedarf beim Thema Erben:

Nur 35 % der ÖsterreicherInnen über 60 Jahren haben ein Testament verfasst und viel zu wenige Menschen wissen, dass man neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation in seinem Testament bedenken kann. „Mit unserer Initiative möchten wir in neutraler Form informieren und auf diese Möglichkeit aufmerksam machen.“, so Günther Lutschinger. 

Vergissmeinnicht im Schlossgarten Schönbrunn – ein geschichtsträchtiger Ort:

In Erinnerung an die Legatare wird heuer erstmals der Schlossgarten Schönbrunn mit den blau blühenden Vergissmeinnicht-Pflanzen bereichert, und zwar an einem besonders geschichtsträchtigen Ort – beim Familienmonument von Maria Karolina, Tochter von Maria-Theresia und Königin von Sizilien. Ihr Wunsch war es, dass rund um ihr Denkmal vier Blumenbeete ausschließlich mit Rosen, Vergissmeinnicht und der sogenannten Gedächtnisblume in Erinnerung an vier ihrer Kinder gepflanzt werden.

„Nach ihrem Tod geriet diese große Habsburgerin in Vergessenheit. Umso mehr freut es mich, dass ihr und der vielen Vermächtnisgeber, die mit ihrer Testamentsspende Großes bewirken, mit der Pflanzaktion von Vergissmeinnicht gedacht  und ihnen dadurch die Liebe, der Respekt, die Dankbarkeit und die Anerkennung zu Teil wird, die sie verdienen.“, führte Kunsthistorikerin Eva Maria Baumgartner aus.

Österreichs NPOs sagen DANKE an ihre Testamentsspender:

Eindrucksvoll schilderte Legatarin Elfriede Chmelik, warum sie ihr Erbe der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen vermacht: „Mein Vater war bereits aufgrund seiner Sehschwäche Mitglied in der Hilfsgemeinschaft. Seine positiven Erfahrungen und die Hilfe, die ihm zuteilwurde, haben auch mich bewogen, Testamentsspenderin zu werden. Mein Bruder hat sein eigenes Einkommen, er braucht meinen Nachlass nicht. Dem Staat möchte ich mein Erspartes auch nicht hinterlassen. So gebe ich dort, wo ich weiß, dass anderen geholfen wird. Ich freue mich, dass die Hilfsgemeinschaft mit meinem Erbe einmal das Leben blinder Menschen verbessern kann.“ 

Über Vergissmeinnicht:

„Vergissmeinnicht – Die Initiative für das gute Testament“ vereint 78 österreichische gemeinnützige Organisationen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Austria, und Kooperationspartnern wie der Österreichischen Notariatskammer wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen. Dahinter steht die gemeinsame Überzeugung, dass man mit einem Vermächtnis für den gemeinnützigen Zweck über das Leben hinaus Gutes tun kann.

Die MALTESER sagen Danke! Ein herzliches Vergelt´s Gott!

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