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Fest der Hl. Familie, 31. Dezember 2017

31/12/2017 


Im Namen des Vaters + des Sohnes + des Heiligen Geistes

Menschen leben zusammen – auf sehr unterschiedliche Art. Auch wenn sich manche die Welt so wünschen: Es gibt nicht nur Klöster und katholische Ehen. Es gibt so viel mehr.

Ehe bedeutet: Frau und Mann. Familie bedeutet: Frau, Mann, Kind. Das ist die Lehre Ihrer Kirche. Dass es heute auch zwei Frauen gibt, die zusammen Kinder haben oder zwei Männer, geht nur mit der modernen Technik. Es ist also etwas Künstliches. Der Katechismus sagt sogar: „Ein Mann und eine Frau, die miteinander verheiratet sind, bilden mit ihren Kindern eine Familie… Indem Gott Mann und Frau erschuf, hat er die menschliche Familie gegründet und ihr die Grundverfassung gegeben.“ Die Grundverfassung. Mann und Frau. Nicht Frau und Frau, nicht Mann und Mann – und auch kein drittes Geschlecht. Das alles sind Ausnahmen.

Doch neben der Familie aus Frau und Mann und Kind gibt es die, die allein leben. Weil sie verlassen wurden, keinen finden oder einfach gerne alleine sind. Es gibt allein erziehende Väter und allein erziehende Mütter; Geschiedene, die alleine bleiben und Geschiedene, die wieder heiraten. Es gibt Paare, die mit einander Kinder haben, aber unverheiratet zusammenleben – aus den verschiedensten Gründen. Bei den einen geht es ums Geld, bei den anderen spielt die politische Situation Rolle (Wohnungsmarkt), bei den dritten entscheiden die persönlichen Erfahrungen. Wenn die eigenen Eltern eine miserable Ehe vorgelebt haben, – wer wird da das Experiment Ehe wagen, wenn er nicht muss? Und heute muss niemand mehr.

Natürlich wäre das heutige Fest der Hl. Familie Anlass, so über die Familie zu predigen, wie sie nach der Lehre der Kirche sein soll. Ich glaube, dass die Kirche Recht hat, – ich sehe aber auch die konkrete Situation, hier vor Ort. Mein erstes Anliegen ist es nicht, das, was Sie hier leben, sofort und um jeden Preis in die ideale Form zu bringen. Natürlich wäre mir lieber, es gäbe in Mailberg viel mehr Paare, die hier oder droben in der Kunigundenkirche einander sagten: „Ich will…“ – und die das vor Gott sagten. Und ich bin überzeugt, dass die, die ihre Ehe wirklich gläubig leben, und zwar alle beide, mit einander, dass die nicht scheitern können; umgekehrt, dass alle gescheiterten Ehen deswegen zu Bruch gingen, weil einer oder beide nie gebetet haben, nie die Sakramente empfangen haben, nicht wirklich geglaubt haben. Die kirchliche Trauung allein reicht nicht.

Aber mir ist zuerst wichtig, dass alle Mailberger gut zusammenleben. Mit „gut“ meine ich nicht kommod, gemütlich, lustig, sondern richtig, gerecht, in der Ordnung, die Gott will. Da ist noch Raum für Verbesserungen, nicht wahr?

„Du sollst Vater und Mutter ehren.“ Das Vierte Gebot. Es spricht nicht von Gefühlen; es gibt der Liebe eine Ordnung. „Gott hat gewollt, dass wir nach ihm (!) auch unsere Eltern ehren, denen wir das Leben verdanken und die uns den Glauben vermittelt haben“ (KKK 2197). – Für die Einhaltung des Gebotes gibt es sogar eine Belohung: Frieden und Wohlergehen. Wo die Beziehungen richtig sind, die zu Gott, die zu den Eltern und Verwandten, zu den Autoritäten und alle anderen, da ist Friede.

Maria und Joseph sind „gerecht“. Das heißt in der Sprache der Bibel: Sie achten auf ihre Beziehung zu Gott. Also bringen sie Jesus in den Tempel, wie es Brauch ist; er sieht an seinen Eltern, wie das geht: an Gott glauben. Dennoch ist er frei; er hat, das erzählt das Evangelium auch, seinen eigenen Willen, Konflikte mit seinen Eltern, geht seinen eigenen Weg. Fromm sein bedeutet: im echten Leben stehen, ja, – aber es zu Gott heben. Das sehen wir an der Heiligen Familie.

Wenn Sie es noch konkreter wollen: Egal, in welcher Form Sie zusammenleben, die Lesungen sagen Ihnen, wie das geht, Zusammenhalt: mit Erbarmen, mit Güte, Demut und Milde, mit Geduld. Ich glaube fest, dass das gute und wichtige Dinge sind und ich bemühe mich, sie zu leben. Und ich scheitere. Ich bereue, ich bekenne meine Schuld, vor Ihnen, in jeder Messe und immer wieder in der Beichte. Ich will mich bessern, mit Gottes Hilfe. Gäbe es in Mailberg auch nur zehn, die es genauso hielten: Wir könnten die Welt verändern! Aber wie viel gute Kraft bleibt gebunden, ungenutzt, weil Sie nicht beichten. Weil Sie meinen, Sie bräuchten die Hilfe Gottes im Sakrament nicht.

„Ertragt euch“, heißt es in der Lesung; „vergebt einander“. Das passt auf alle Zeiten. Anderes aber stimmt nicht mehr. „Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter, denn so will es der Herr.“ Ja, es gibt in der Bibel, namentlich im Alten Testament, Vorschriften, die niemand mehr, auch die Bibeltreuesten nicht, ernst nehmen darf.

Wieder anderes passt gerade deshalb für unsere Zeit, weil es vergessen wird. Zum Beispiel was über die Alten gesagt ist: „Tritt ein für ihre Ehre (!), lass sie nicht im Stich, wenn ihr Verstand abnimmt, beschäme sie nicht…“ Wie viel Takt und Feingefühl da verlangt wird! Was ein Programm, das alles! Zusammenhalt in einem Dorf, Christ sein erfordert Anstrengung, Umsicht, Übung… das muss man lernen, von Kindheit an.

Wenn Ihnen das zu viel wird, denken Sie an das, was da auch steht im Evangelium: „Gott erfüllte das Kind mit Weisheit.“ Das Kind handelt, die Eltern handeln – und auch Gott handelt. Eine große gemeinsame Tat. Zusammenleben auf dem Grund des Glaubens.

Bitten an das Neue Jahr

Gib uns gute Vorbilder

Kraft, unsere Pflicht zu erfüllen

Heitere Momente

Frieden in der Familie und Verwandtschaft

Herausforderungen, die uns zeigen, wie stark wir sind

Gib uns treue Freunde, lass uns treue Freunde sein

lass uns unsere Begabungen entdecken

Gib den Paaren Zärtlichkeit und Leidenschaft und Keuschheit

dem Land gutes Wetter und gute Ernte

und den Völker der Erde Frieden

Wir bitten um weise und gerechte Politiker

Wir beten für den Papst, unseren Bischof und den Bischofsvikar

um Wandel und Ruhe

um Abenteuer und Sicherheit

Wir beten um Schönheit

um fruchtbare Konflikte

um Zusammenhalt zwischen den Generationen

Vater im Himmel, wir haben so viele Bitten… wir danken Dir für das ausgehende Jahr, auch wenn es schwer war. Wir danken dir.

Zum mündlichen Vortrag bestimmt, verzichtet dieser Text auf Quellenangaben. Jede Vervielfältigung und Veröffentlichung bedarf der ausdrücklichen Zustimmung des Autors.

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