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Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom Heiligen Johannes zu Jerusalem von Rhodos und von Malta

Order of Malta

Nachrichten

11. Oktober – Heiliger Johannes XXIII

11/10/2017 


Ehrenkonventualkaplan und Bailli des Ordens
Angelo Guiseppe Roncalli, der spätere Papst Johannes XXIII., „der gute Papst“, wurde am 25. November 1881 im Dorf Sotto il Monte, Italien, in eine arme, kinderreiche Bauernfamilie geboren. Da seine
besondere Begabung früh auffällig wurde, durfte er das Seminar in Bergamo besuchen und wurde von dort zu weiteren Studien nach Rom abgeordnet.

1915 wurde er als Kaplan für die Verwundeten zum Sanitätsdienst des Militärs eingezogen. 1925 von Pius XI. zum Bischof ernannt, wählte er als bischöfliches Motto „Oboedientia et Pax“ („Gehorsam und Friede“). 1934 gelangte er als Apostolischer Legat in die Türkei. Während des 2. Weltkrieges verhalf er dort vielen, vor allem ungarischen Juden zur Flucht. Auf seinen verschiedenen schwierigen diplomatischen Außenposten u.a. in Sofia, Istanbul und Athen, lernte Roncalli die Orthodoxie persönlich kennen, so dass ihm schon in dieser Zeit die Einheit der Christen zum Anliegen wurde. 1944 ernannte man ihn zum Nuntius in Frankreich. Hier war das gravierende Problem zu lösen, die Beziehungen des Hl. Stuhls zur Republik neu anzuknüpfen, nachdem sich etliche Kirchenführer während des (mit der deutschen Besatzung kooperierenden) „Vichy“-Regimes seit 1940 kompromittiert hatten. Anfang 1953 zum Kardinal erhoben, wurde Roncalli zum Patriarchen von Venedig ernannt und dort in kürzester Zeit überaus populär. Am 28. Oktober 1958 wurde er schließlich mit 77 Jahren zum Papst gewählt. Bereits nach wenigen Wochen im Amt verkündete er die Einberufung des 2. Vatikanischen Konzils, das er am 11. Oktober 1962 eröffnete. Am 3. Juni 1963 starb er an einem schweren Krebsleiden, jedoch ohne dass das Konzil bereits Beschlüsse gefasst hatte.

Papst Johannes XXIII. blieb der Weltöffentlichkeit aber nicht nur wegen des Zweiten Vaticanum in lebhafter Erinnerung, sondern insbesondere auch dank seiner Vermittlung in der Kubakrise von 1962, als er die USA und die Sowjetunion dringend dazu ermahnte, den Frieden zu suchen. Am Rande des Abgrunds gelang die päpstliche Vermittlung. Am 3. September 2000 wurde Papst Johannes XXIII., zusammen mit seinem Vorbild Pius IX. in Rom seliggesprochen.

Am 27. April 2014 erfolgte die Heiligsprechung durch Papst Franziskus auf dem Petersplatz in Rom vor rund einer Million Menschen und in Anwesenheit des emeritierten Papstes Benedikt XVI.

Johannes XXIII. wurde 1956 in den Malteserorden aufgenommen. Am 24. Juni 1961 genehmigte er die heute gültige Verfassung des Ordens. Der Malteserorden feiert den Tag der Eröffnung des Konzils als den Gedenktag dieser Heiligengestalt, ebenso wie der Vatikan sowie der Franziskaner- und der Zisterzienserorden. Für die Weltkirche gilt dagegen der 3. Juni als Gedenktag.

Allmächtiger, ewiger Gott,
im seligen Papst Johannes hast du der ganzen Welt
das leuchtende Beispiel eines guten Hirten gegeben.
Höre auf seine Fürsprache
und erfülle uns mit Freude und christlicher Liebe.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Amen.

Souveräner Malteser-Ritter-Orden

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