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Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom Heiligen Johannes zu Jerusalem von Rhodos und von Malta

Order of Malta

Veranstaltung

Dienstag, 12. September 2017, 18 Uhr
Orgelweihe & Präsentation der neuen Orgel-CD
Vocal- und Instrumentalensemble, Daniel Mair (Leitung) und Konstantin Reymaier (Orgel)

Mittwoch, 13. September 2017, 19.30 Uhr
Orgelkonzert – Andrej Harinek, Landshut

Donnerstag, 14. September 2017, 19.30 Uhr
Orgelkonzert – Siegfried Koch (Barocktrompete) und Johannes Ebenbauer (Orgel)

Freitag, 15. September 2017, 19.30 Uhr
Orgelkonzert – Krzysztof Weronowski-Ptaszynski

Samstag, 16. September 2017, 19.30 Uhr
Orgelkonzert – Konstantin Reymaier

Samstag, 21. Oktober 2017, 15 Uhr
Orgelkonzert im Rahmen des 5. Österr. Orgeltages – Craig Humber – genaue Informationen > hier <!

Donnerstag, 16. November 2017, 18.30 Uhr
Präsentation der restaurierten Orgel, Orgelkonzert – Lukas Frank – genaue Informationen > hier <!

Orgelweihe und Orgelkonzerte in der Malteserkirche

Die vermutlich schon um 1200 entstandene Niederlassung der Johannes-Ritter oder Johan­niter (wie die Malteser damals noch genannt wurden) mit Kapelle und Spital wurde 1217 erstmals urkundlich erwähnt. Sie gehörte rechtlich zur Kommende Mailberg, die wie­derum bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts dem Großkomtur für Italien, Ungarn und Öster­reich, danach dem Großpriorat Böhmen unterstand. Zu den Aufgaben der Kommende gehörte die Armen- und Krankenpflege. Der erste namentlich bekannte Komtur war 1267 Frater Marquart.

Nach 1400 wurde neben der Kirche eine Pilgerherberge errichtet und im Zuge der damit verbundenen Umbauten die Kommenden-Kirche auf ihre heutige Form erweitert. Im Innen­raum findet sich im Kreuzgewölbe unter der Orgelempore als gotischer Schlussstein der Löwe mit den Jungen: Der Heiland, der der Menschheit das übernatürliche Leben schenkt.

Eine wichtige Rolle kam der kleinen Malteser-Kommende während der Türkenbelage­rungen sowie mit der Verlegung des kaiserlichen Hofes nach Wien im 17. Jahrhundert zu. Der berühmte Augustinermönch P. Abraham a Santa Clara predigte hier, eine enge Ver­bindung zur Wiener Pfarre St. Augustin besteht noch heute.

Im Barock wurde unter Komtur Fra‘ Michael Ferdinand Graf von Althann (1708-1779) die Kirche verändert, wovon noch das Hochaltarbild, gemalt um 1750 von Johann Georg Schmidt mit der Darstellung des Ordenspatrons und die schöne Sonnholz-Orgel Zeugnis geben.

1806 wurden die Fassade der Kirche durch Komtur Fra‘ Franz von Colloredo (1736-1806) im Empirestil mit korinthischen Pilastern umgestaltet und die Einrichtung des Innenraums verändert. Das Hochaltarbild erhielt einen Empirerahmen, der Sarkophag-Altar aus rotem Marmor, die Holzplastiken der Apostelfürsten Petrus und Paulus, die Kanzel und das Denkmal für den siegreichen Verteidiger der Insel Malta, Großmeister Fra‘ Jean Parisot de La Valette (1557-1568) wurden errichtet.

1837-39 wurden das Kirchengebäude nach Plänen von Alois Pichl in die Frontlinie der Häuser der Kärntnerstraße einbezogen und 1857 die Farbfenster gestiftet.

Nach Teilrenovierungen 1968, 1972 und 1983/84 erfolgte 1997/98 eine Generalsanierung unter Fürstgroßprior Bailli Fra‘ Wilhelm von und zu Liechtenstein. Zuletzt wurde unter Prokurator Bailli Norbert Graf von Salburg-Falkenstein 2009 der Sockelbereich der Fassade renoviert.

Richard Steeb

Zur frühen Geschichte der Orgel in der Malteserkirche gibt es nur wenige Anhaltspunkte. Weder eine Schrift im Instrument noch Archivalien, die den Erbauer oder die Erbauungs­zeit eindeutig belegen, konnten bis dato gefunden werden. Dennoch gibt es in der Orgel und im Kirchenraum einige Hinweise, die eine ungefähre Datierung und Zuschreibung ermöglichen.

Oberhalb des mittleren Prospektfeldes der Orgel ist das Wappen der Grafen von Althann eingearbeitet. Michael Ferdinand Johann Graf von Althann (Prag 25.6.1708 – 18. 5. 1779) wurde 1749 zum Commandeur von St. Johann in Wien ernannt. Dies geht aus einem der insgesamt 32 Wappenschilde, die sich im Kirchenraum befinden, hervor. Es darf als sicher angenommen werden, dass er den Bau der Orgel veranlasste.

Im Instrument selbst befinden sich auf der Rückseite des Manualwellenbrettes die Jahres­zahl „1767“ sowie das Namenskürzel „FR“. Da diese Inschriften mit Fassungsfarbe ge­pinselt wurden, bekunden sie die Zeit, in welcher die Orgelfassung angelegt wurde. Die Orgel muss also zu diesem Zeitpunkt schon vorhanden gewesen sein. Die reiche Ausstat­tung mit vergoldeten Ornamenten lässt vermuten, dass genügend finanzielle Mittel vor­handen waren, das Werk gleich nach seiner Fertigstellung auch fassen zu lassen.

Vergleichende Forschungen 1) erlauben es, die Orgel der Wiener Malteserkirche dem Orgelbauer Gottfried Sonnholz (ca. 1695-1781) zuzuschreiben. Dies betrifft alle aus dem 18. Jahrhundert erhaltenen Teile mit Ausnahme des Manual-Windladenkörpers, für den Sonnholz allem Anschein nach eine bestehende, ältere Windlade verwendete und für sein Werk adaptierte.

Eine erste Änderung am originalen Bestand fand wohl im frühen 19. Jahrhundert statt. Aus dieser Zeit stammt der noch heute vorhandene Parallelbalg mit einer Falte, den dazuge­hörigen Holzfedern und einem darunter befindlichen Schöpfbalg. Dieser Balg liegt auf einem älteren Balgstuhl, an dem die Lage der ursprünglichen Keilbälge noch gut zu er­kennen ist. Eine in das Holz geritzte Inschrift auf der Innenseite der mittleren rückwärtigen Gehäusefüllung aus dem Jahre 1812 könnte mit dem Neubau der Balganlage in Ver­bindung stehen.

Die originalen Prospektpfeifen mussten im Ersten Weltkrieg für die Rüstungsindustrie abgeliefert werden. 1923 wurden durch Josef und Franz Ullmann Junior aus Zink ge­fertigte Ersatzpfeifen eingesetzt. Darüber hinaus wurde die Orgel ausgeputzt und gestimmt. Die entsprechende Eintragung befindet sich ebenfalls an der mittleren rückwärtigen Gehäusefüllung. Für diese Zeit sprechen auch kleinere Veränderungen an der Windlade (Messingleisten für die Pulpetendraht-Durchgänge anstatt der Lederbeutel) sowie intonatorische Eingriffe am Pfeifenwerk.

1949/50 kam es zu zeitbedingten Veränderungen: Orgelbau Johann Pirchner (Steinach/ Tirol) erweiterte das Instrument unter der Projektleitung und Beratung durch Egon Krauss und Anton Heiller auf zwei Manuale mit je 56 Tasten sowie ein Pedal mit 30 Tasten. Die Anzahl der Register wurde verdoppelt. Durch diese Maßnahme wurde eine komplett neue Spielanlage erforderlich.

Das gesamte Pedalwerk versetzte man in einen neuen Kasten an die Rückwand der Em­pore. Am frei gewordenen Platz hinter dem ersten Manualwerk positionierte man die neu gefertigte Windlade des zweiten Manuals. Eine zusätzliche Extensionslade für die Töne Cis, Dis, Fis, Gis sowie cis“‘ – g“‘ fand im Mittelturm, oberhalb der Pfeifen des ersten Manualwerkes Platz. Pirchner verwendete den gesamten vorhandenen Pfeifenbestand (auch die Prospektpfeifen aus Zink), reorganisierte diesen aber nach eigenen Erforder­nissen, kürzte dafür auch sehr viele Pfeifen und versah diese mit modernen Stimmvor­richtungen. Von den originalen Pfeifenstöcken blieben nur mehr die beiden – aus Platz­gründen verschnittenen – Prospektstöcke vorhanden.

Die Ton- und Registertrakturen wurden 1949/50 unter Verwendung originaler Substanz ergänzt und neu verlegt. Die bestehenden Platzverhältnisse erforderten eine sehr kompakte und komplizierte Trakturführung, die sehr schwer zugängig und daher schlecht bis fast gar nicht zu warten war. Von dem außerhalb der Orgel verlegten Hauptwindkanal führten flexible Kondukten zu den einzelnen Windladen der Manualwerke.

1998 wurde die Orgel im Zuge einer Generalrestaurierung des Kirchenraumes neu über­fasst. Diese noch heute vorhandene Farbgebung orientiert sich am Original. Zwischen­zeitlich war die Orgel maserierend braun gefasst, wie dies an den Labien der Suppass-Pfeifen noch erkennbar ist.

2015 betraute man Orgelbau Wolfgang Karner mit der Rückführung und Restaurierung des Instrumentes. Das Projekt wurde vom Leiter des Referats für Kirchenmusik in der Erzdiözese Wien, Domorganist Konstantin Reymaier, initiiert und fachlich begleitet – gemeinsam mit Mag. Gerd Pichler, dem Leiter der Abteilung für Klangdenkmale und Spezialmaterien des Österreichischen Bundesdenkmalamtes, der die Ausführung auch finanziell unterstützte. Grundlage für diese Entscheidung waren der sehr schlechte Gesamtzustand des Instrumentes sowie die Aussichtslosigkeit, durch kleinere Reparaturen und Reinigungen eine nachhaltige Verbesserung dieser Situation herbeiführen zu können, da die technische Anlage kompliziert, äußerst beengt und daher unzugängig geblieben wäre.

Eine genaue Befundung des Bestandes im Vorfeld der Restaurierung ergab einen un­erwartet hohen Anteil an original erhaltenen Pfeifen. Von den insgesamt 339 erforder­lichen Pfeifen fehlten nur die 35 Prospektpfeifen sowie 24 kleinere Innenpfeifen aus Metall. 280 originale Sonnholz-Pfeifen (das entspricht fast 83%) waren also noch vor­handen. Darüber hinaus waren noch die Manualwindlade, das Manualwellenbrett, Teile der Ton- und Registertraktur, Teile des Windkanals, der Balg aus dem frühen 19. Jahr­hundert und natürlich das Orgelgehäuse (mit Ausnahme einiger Teile des Unterkastens) original erhalten.

Die wiederhergestellte Originaldisposition findet sich auf Seite x. Die Registerbezeich­nungen orientieren sich an der Nomenklatur im original erhaltenen Kontrakt der Sonnholz-Orgel zu Melk.

Als wir 2015 mit der Demontage der Orgel begannen, wurde das wahre Ausmaß an Ver­änderungen erst wirklich augenfällig. Der Orgelkasten war unten so stark verschnitten, dass eine statische Notsicherung notwendig wurde, damit er nicht zusammenbrach. Der Gehäusefuß im hinteren Bereich war vollkommen weggeschnitten, die Verbindung zum Boden war nur durch angeschraubte Bretter und den Spielkonsolenrahmen gegeben. Wichtige Querverbindungen im Gehäusekasten waren weggesägt, damit die neu verlegte Traktur Platz hatte. In die Füllungen waren Durchgänge für die Windkanäle gesägt und der Mittelkranz für die Aufstellung der Extensionslade beschnitten worden.

Aber nicht nur die Veränderungen im Zuge der Erweiterung 1949/50 waren problematisch. Sonnholz konstruierte seine Orgel so, dass auf dem relativ kleinen Orgelfuß ein allseitig überragender Flachrahmen liegt, auf welchem der Oberkasten aufgebaut ist. Die beiden seitlichen Konsolen sind abnehmbar und bieten daher keine statische Absicherung. Das Gewicht des Oberkastens inklusive Windladen und Pfeifenwerk belastete den Flach­rahmen so sehr, dass sich dieser stark verwunden hatte und das ganze Orgelgehäuse zu brechen drohte. Ein von uns eingezogener Balken, der in den Hauptkranz eingestemmt und mit dem Flachrahmen vollflächig verleimt wurde, leitet die Kraft nun auf die Steher ab, wodurch dieses Problem gelöst ist. Alle im 20. Jahrhundert abgeschnittenen und ver­lorenen Teile wurden ergänzt. Der nun wieder stabile Orgelkasten ruht jetzt einerseits auf der Steinkonsole und andererseits auf einem von uns unterhalb des Fußboden-Niveaus eingezogenen massiven Querbalken. Die gesamte Rückwand mit Notenpultfüllung, Kniefüllung und Registerbrettern fertigten wir in authentischer Machart mit verzinkten Rahmen und konisch eingeblatteten Gratzapfen.

Als Vorbild für die Manualklaviatur, für einen Wippenbalken sowie für die Manubrien diente uns die Sonnholz-Orgel der alten Rathauskapelle in Wien I. Das originale Wellen­brett für die Manuallade konnten restauriert und die Veränderungen rückgeführt werden. Fehlende Teile der Registermechanik wurden nach dem Vorbild der erhaltenen Teile gefertigt.

Für die Rekonstruktion der Orgelbank bedienten wir uns eines Archivfotos aus dem Jahre 1934, auf dem die originale Orgelbank der Mariabrunner Orgel (Sonnholz 1734) abgebil­det ist.

Die vorhandene Manualwindlade wurde – wie bereits erwähnt – von Sonnholz adaptiert. Unter anderem wurden die Ventile mit schönen Beschriftungen und die Federn von ihm neu gefertigt und blieben bis heute erhalten. Einzig die Lederpulpeten wurden zwischen­zeitlich durch Metallplättchen aus Messing ersetzt. Diese Veränderung konnte nun wieder rückgeführt werden. Die fehlenden Pfeifenstöcke mussten rekonstruiert werden. Die Aufstellung der Pfeifen war aber logisch und einfach nachzuvollziehen.

Von der originalen Pedallade war leider nichts mehr vorhanden. Sie wurde 1950 ausgebaut und konnte nicht mehr aufgefunden werden. Für ihre Rekonstruktion ergab sich der Sach­zwang, dass die Position der darauf befindlichen Pfeifen aufgrund vorhandener Raster und Fassungsspuren eindeutig erkennbar war. Nach unten hin bestimmte das vorhandene Gehäuse den Raum, wodurch nur wenig Höhe für die Pedalwindlade vorhanden war. Die Lösung dafür fand sich bei zwei anderen Instrumenten von Sonnholz: in Trautmannsdorf an der Leitha und in Tulbing. Dort baute er die Pedalladen anstatt mit Registerschleifen mit Windabsperrventilen, wodurch er eine sehr geringe Gesamthöhe der Windlade er­reichte, da es ja keiner Pfeifenstücke und Schleifen bedurfte. Für die Rekonstruktion der Pedalwindlade in der Wiener Malteserkirche folgten wir dieser Idee.

Sonnholz beschriftete alle seine Pfeifen von Hand. Diese Tonbezeichnungen sind sehr signifikant und begünstigen daher die Zuschreibung wie auch die Position jeder einzelnen Pfeife im Werk. Die Metallpfeifen sind sowohl mit dem Tonbuchstaben (= Position auf der Lade) als auch klingend beschriftet (geritzt). Dadurch sind Pfeifen in der Quintlage leicht zuzuordnen, welches speziell bei den Mixturen sehr hilfreich ist. Zusätzlich ist jede Pfeife mit dem Kürzel des Registers wie z.B.: „4“ für Principal, „3“ für Quinta, „m“ für Mixtur, etc. beschriftet. Die Holzpfeifen sind mit Tinte bezeichnet. Die Rücksortierung des gesamten Pfeifenbestandes war daher leicht zu bewerkstelligen. Größter Aufwand war das Anlängen der Pfeifen, da nahezu alle Metallpfeifen und auch die Holzpfeifen des Pedals 1949/50 abgeschnitten und entsprechend versetzt worden waren.

Besonders interessant war, in welcher Tonhöhe die Orgel einst gestanden hatte. Als Anhaltspunkte dienten die nahezu unveränderten Pfeifen der Flöte 4’ (Flöten), des Octav­bass 8’ (Octava) und die Innenpfeifen des Principal. Dass der rekonstruierte Stimmton die ursprüngliche Tonhöhe ziemlich genau traf, zeigte sich daran, dass bei der Restaurierung keine Pfeife abgeschnitten werden musste, dass die Pfeifenmündungen der auf Länge geschnittenen Prospektpfeifen exakt dem Kontur der Schleierbretter folgten und vor allem daran, dass die Pfeifen des Suppass in die historischen Einschnitte im Gehäuse perfekt hineinpassten.

Ähnlich spannend wie die Stimmtonhöhe war auch die Ermittlung des passenden Wind­drucks. Die – für den kleinen Kirchenraum – erstaunlich große Akustik mit sehr viel Nachhall fördert den stationären Klang der Pfeifen außerordentlich. Für ein transparentes Klangbild ist die Ansprache der Pfeifen daher sehr wichtig. Abhängig vor allem von den Aufschnitthöhen der Pfeifen ist ein Mindestdruck nötig, damit die Ansprache deutlich und elegant wird. Setzt man den Druck jedoch zu hoch an, beginnen die Pfeifen zu spucken und zu schreien. Ist der richtige Winddruck gefunden, kann die Intonation auf freiem Wind, d.h. mit offenen Fußspitzen erfolgen. Die Pfeifen sprechen dann sehr natürlich und lebendig an. Es war eine große Freude zu hören, wie sich alles zusammenfügte. Die Orgel steht auf der Empore am akustisch besten Platz direkt an der Brüstung und hat auch viel Raum über sich. Ihre Gehäusetiefe wurde durch die beiden an den originalen Platz zurückgestellten Pedalregister quasi verringert. Dadurch entstand eine Reflexionsfläche die für die Klangkrone von überaus großer Bedeutung ist – die Register sind nach hinten abfallend aufgestellt.

Der große Verschmelzungsgrad des Orgelklanges zeigt sich auch daran, dass die harte Repetition der Mixtur – beide Chöre repetieren auf c“ um eine Oktave – im Plenum nicht störend auffällt, ja kaum wahrgenommen wird.

Die Sonnholz-Orgel der Wiener Malteserkirche hat, gemessen an ihrer geringen Registerzahl, einen wahrhaft großen und faszinierend facettenreichen Klang.

Wolfgang Karner

Disposition der Sonnholz-Orgel

Manual: C D E F G A B H C — c“‘

Principal        4  Fuss von Zinn, C-gs‘ im Prospekt

Quinta           3  Fuss von Zinn, C-A im Prospekt

Octav                 2  Fuss von Zinn

Mixtur           2  fach von Zinn, 1 ½ Fuss, Repetition auf c“ um eine Oktave

Copel                  8  Fuss, gedeckt von Holz

Flöten                     4  Fuss, offen von Holz

Pedal: C D E F G A B H C — a  (12 Töne/18 Tasten)

Suppass     16  Fuss, gedeckt von Holz

Octava           8  Fuss, offen von Holz

Stimmton:  a‘ = 432,5 Hz bei 15°C, Werckmeister V (1691)

Winddruck: 62mm WS

Gottfried Sonnholz wurde ca. 1695 in Warmbad bei Hirschberg in Schlesien geboren. Noch vor 1720 wurde er von Ferdinand Josef Römer (get. 14.5.1656 – 29.5.1723) nach Wien gerufen, um ihm bei der Fertigstellung von Orgeln zu assistieren. Römer baute gerade die große Orgel (II-P/32) auf der Westempore der Domkirche St. Stephan. 1723 verstarb Ferdinand Josef Römer im Alter von 67 Jahren. In seinem am 1. Juni 1723 veröffentlichten Testament wird sein Sohn Johannes Ferdinand Tobias nur als Teilerbe angeführt. Das Werkzeug sollte bei Sonnholz bis zur Vollendung der Domorgel bleiben. Als Sonnholz am 1. November 1724 die Witwe Eva Rosina Römer (ca. 1688 – 8.11.1753) ehelichte, übernahm er die Werkstätte Römers und die Pflege der Orgeln im Stephansdom. Bald darauf auch die Orgelpflege in St. Michael. Am 7. Dezember 1725 leistete Sonnholz den Bürgereid in Wien. Von da an entwickelte er seinen eigenen Stil und baute viele Instrumente, von denen er eine kleine, aber repräsentative Auswahl in seinem 1733 eingereichten Bewerbungsschreiben für die Orgelmacherstelle am Wiener Hof anführte. Da ihm aber nur die Adjunktenstelle angeboten wurde, lehnte er ab und blieb uns somit als angesehener und vielbeschäftigter Wiener Orgelbauer erhalten. 1742 erwarb er das Haus zum Goldenen Lamm in Wien-Wieden, das 1759 einem Brand zum Opfer fiel. Sonnholz baute es aber wieder auf und bekam dafür drei Jahre Steuerfreiheit. 1776 beendete er die Orgelpflege in St. Stephan und stellte sein Gewerbe ein. Er starb am 3. September 1781 im Alter von 86 Jahren und wurde in den neuen Gruften zu St. Stephan beigesetzt. Sonnholz hinterließ zumindest vier Kinder, von denen aber keines im Orgelbau tätig war.

Nachdem Sonnholz seine Werke fast nie signierte, sind diese nur durch Berichte, Archivalien und Zuschreibungen fassbar. Zur Zeit sind uns 30 Werke bzw. größere Umbauten bekannt. Seine größten Orgeln baute er 1732 in der Stiftskirche Melk, 1739 in der Wallfahrtsbasilika in Mariazell sowie 1751 in der Peterskirche in Wien.

Wolfgang Karner

Dienstag, 12. September 2017, 18 Uhr
Orgelweihe & Präsentation der neuen Orgel-CD
Vocal- und Instrumentalensemble, Daniel Mair (Leitung) und Konstantin Reymaier (Orgel)

Mittwoch, 13. September 2017, 19.30 Uhr
Orgelkonzert – Andrej Harinek, Landshut – (detailliertes Programm)

Donnerstag, 14. September 2017, 19.30 Uhr
Orgelkonzert – Siegfried Koch (Barocktrompete) und Johannes Ebenbauer (Orgel) – (detailliertes Programm)

Freitag, 15. September 2017, 19.30 Uhr
Orgelkonzert – Krzysztof Weronowski-Ptaszynski – (detailliertes Programm)

Samstag, 16. September 2017, 19.30 Uhr
Orgelkonzert – Konstantin Reymaier – (detailliertes Programm)

L’église Saint-Jean-Baptiste à Vienne (Malteserkirche)

L’Ordre de Saint Jean de Jérusalem (ancien nom de l’Ordre de Malte) s’établit vraisemblablement à Vienne vers 1200, avec une chapelle et un hôpital. Le fait est mentionné pour la première fois en 1217. La fondation relevait juridiquement de la Commanderie de Mailberg, dépendant elle-même du grand Commandeur pour l’Italie, la Hongrie et l’Autriche, plus tard du Grand Prieuré de Bohême. L’assistance aux indigents et aux malades était l’une des tâches de la Commanderie. Le premier Commandeur mentionné nommément est en 1267 le Frère Marquart.

Après 1400 on construisit à côté de l’église une auberge de pèlerins, qui fut agrandie lors des travaux de l’église pour prendre sa forme actuelle. A l’intérieur, dans la croisée d’ogives sous la tribune de l’orgue, figure sur la clef de voûte un lion avec le jeune garçon: le Sauveur qui offre à humanité la vie surnaturelle.

La petite Commanderie de Malte a joué un rôle important pendant le siège de Vienne par les Turcs ainsi que lors du transfert de la Cour impériale à Vienne au 17ème siècle. Le célèbre moine augustin Abraham a Santa Clara y a prêché, un lien étroit existe aujourd’hui encore avec la paroisse St Augustin.

A l’époque Baroque le Commandeur Fra’ Michael Ferdinand Graf von Althann (1708-1779) fit modifier le bâtiment, comme en témoignent le tableau du maître-autel, peint vers 1750 par Johann Georg Schmidt et représentant le patron de l’Ordre, ainsi que le bel orgue de Sonnholz.

En 1806 Franz von Colloredo (1736-1806) munit la façade de l’église de pilastres corinthiens, dans le style Empire, et modifia l’aménagement intérieur. Le tableau du maître-autel fut inséré dans un cadre Empire, l’église s’enrichit de l’autel-sarcophage en marbre rouge, des statues en bois des princes des Apôtres Pierre et Paul, de la chaire et du monument dédié au défenseur victorieux de l’Ile de Malte le Grand Maître Fra’ Jean Parisot de La Valette (1557-1568)

Dans les années 1837-39, les bâtiments ecclésiaux furent d’après les plans de Alois Pichl alignés au front des maisons de la Kärntnerstraße ; les vitraux datent de 1857.

Suite à des travaux partiels de rénovation en 1968, 1972 et 1983/84, une restauration générale fut effectuée en 1997/98 sous le grand Prieur le Bailli Fra’ Wilhelm von und zu Liechstenstein. Finalement le Procurateur Bailli Norbert de Salburg-Falkenstein fit rénover le socle du bâtiment en 2009.

Richard Steeb

(Traduction: Dr. Marc Gilet)

L’Orgue de la Malteserkirche à Vienne

Les détails concernant les origines de l’orgue de la Malteserkirche sont rares: à ce jour aucune inscription dans l’instrument, aucune mention dans les archives. Néanmoins, quelques indications dans l’orgue ainsi que dans l’église permettent une attribution et une datation approximative.

La plate-face centrale de la façade de l’instrument est surmontée des armoiries des comtes von Althann. Michael Ferdinand Johann comte von Althann a été nommé en 1749 commandeur de Saint-Jean à Vienne. Ces armoiries font partie d’une série de 32 qui ornent l’église. Il est donc certain que le comte von Althann était à l’origine de la construction de l’orgue.

Dans l’instrument, à l’arrière de l’abrégé manuel, se trouve une inscription „1767“ ainsi que l’abréviation „FR“. Ces inscriptions ont été réalisées avec le même pigment ayant servi à la polychromie du buffet. L’instrument devait donc déjà être achevé. La riche décoration et les sculptures dorées permettent de déduire que les moyens financiers ne devaient pas manquer pour cet ultime apport à la finition.

Des études comparatives permettent d’attribuer la construction de cet instrument au facteur d’orgues Gottfried Sonnholz (c.1695-1781). C’est lui qui sera responsable de tous les éléments du 18ème siècle, à l’exception du sommier manuel qui est plus ancien.

Une première transformation aura lieu au début du 19ème siècle : la construction d’un réservoir parallèle à un seul pli, avec ressort en bois et pompe. Ce réservoir est posé sur un socle plus ancien, permettant de reconnaître aisément la position des soufflets cunéiformes d’origine. La date 1812, taillée dans la face intérieure du panneau central à l’arrière du buffet, pourrait indiquer la date de construction de cette nouvelle soufflerie.

Pendant la première guerre mondiale, les tuyaux de façade d’origine seront sacrifiés aux impératifs militaires. En 1923 Josef et Franz Ullmann (le jeune) les remplaceront par des tuyaux en zinc. L’orgue sera nettoyé et accordé. Une inscription en fait foi. En même temps : remplacement des boursettes traditionnelles par des bandes de laiton perforées ainsi que quelques modifications à l’harmonisation.

En 1949/50, Orgelbau Johann Pirchner (Steinach-Tyrol) réalisera des transformations dans l’esprit de l’époque, sous la direction d’Egon Krauss et d’Anton Heiller : l’instrument comportera désormais 2 claviers de 56 touches, ainsi qu’un pédalier de 30 marches. Le nombre de jeux sera doublé (voir disposition). Ces travaux imposeront la construction d’une nouvelle console.

Les jeux de pédale seront installés dans un nouveau buffet à l’arrière de la tribune. L’emplacement ainsi libéré derrière le sommier du premier clavier sera occupé par le nouveau sommier du deuxième plan sonore. Un sommier complémentaire pour les notes CIS, DIS, FIS, GIS, et cis “‘- g“‘ sera installé dans la tourelle centrale, au-dessus des tuyaux du premier clavier.

Pirchner réutilisera toute l’ancienne tuyauterie (y compris les tuyaux de façade en zinc) mais en l’adaptant à ses propres exigences, raccourcissant de nombreux tuyaux et prévoyant des dispositifs d’accord modernes. Des anciennes chapes, seules les deux chapes de façade seront réutilisées, mais par manque de place elles seront diminuées.

En même temps, les mécaniques de registration et manuelles d’origine seront réutilisées, mais transformées, avec un tracé nouveau. Le manque de place imposera un tracé compact et compliqué, très difficile d’accès et donc d’un entretien presque impossible. Des conduits flexibles alimenteront les sommiers au départ d’un porte-vent principal.

En 1998, lors d’une restauration générale de l’intérieur de l’église, le buffet de l’orgue sera repeint. Ce décor est encore existant et s’inspire de la polychromie d’origine, bien qu’à une certaine époque le buffet avait déjà été repeint en faux-bois. Des traces de cet état sont encore visibles sur les bouches de la Suppass.

En 2015, le facteur d’orgues Wolfgang Karner est appelé pour faire une restauration en profondeur, ainsi qu’une remise à l’état d’origine. Ces travaux sont à l’initiative de MMag. Konstantin Reymaier, responsable de la musique sacrée du diocèse de Vienne. Depuis des années l’instrument était en très mauvais état. Un simple relevage n’aurait rien apporté pour remédier durablement à cet état, car tout restait compliqué et inaccessible.

Lors d’un inventaire préliminaire, on a pu relever une quantité insoupçonnée de tuyaux d’origine. Sur 359 tuyaux il ne manquait que les 25 tuyaux de façade, ainsi que 24 petits tuyaux intérieurs en étoffe. Il restait donc 280 tuyaux de Sonnholz, presque 83%. De plus, étaient conservés le sommier et l’abrégé manuel, une partie des mécaniques, des éléments du porte-vent, la soufflerie du 19ème siècle…et bien évidemment le buffet. La restauration sera accompagnée par Konstantin Reymaier et Mag. Gerd Pichler, directeur de la section des matières particulières à l’administration des Monuments.

La disposition d’origine, reconstituée, se trouve à la page x de ce livret. Les noms des jeux s’orientent vers ceux inscrits dans le contrat original de l’orgue Sonnholz de Melk.

La restauration

Ce n’est qu’en 2015, lors du démontage de l’orgue, que nous avons pu réellement comprendre toute l’étendue des transformations. Le buffet était tellement morcelé qu’il a fallu étançonner pour éviter l’effondrement. L’arrière du soubassement faisait complètement défaut. Il n’était relié au sol que par des planches vissées et par le châssis de la console. Pour permettre le passage des nouvelles mécaniques, des traverses maîtresses avaient été sciées, des panneaux percés pour les porte-vents et le bandeau central découpé pour le montage du sommier complémentaire.

Mais ce n’étaient pas seulement les transformations de 1949/50 qui posaient problème. Sonnholz avait déposé sur le petit soubassement un grand cadre en surplomb de tous les côtés, pour soutenir le buffet supérieur. Les consoles latérales étaient démontables et n’offraient aucun soutien. Le poids du buffet supérieur, du sommier et des tuyaux déstabilisaient ce cadre à un point tel qu’il s’était complètement déformé. Le buffet entier était menacé d’effondrement. Ce problème a été résolu par l’adjonction d’un support horizontal encastré dans le bandeau et collé au cadre, permettant ainsi de transmettre les charges aux montants verticaux. Tous les éléments perdus au cours du 20ème siècle ont été reconstitués. Le buffet ainsi stabilisé repose à l’avant sur la balustrade en pierre, à l’arrière sur une poutre horizontale glissée sous le plancher. La face arrière (avec des panneaux pour tirants, pupitre et genoux) a été entièrement reconstituée à l’ancienne avec cadres en queue d’aronde et renforts coniques emboités à mi-bois.

Pour la reconstitution du clavier, des tirants de jeux et d’un éventail de bascules, nous avons pris comme modèle l’orgue Sonnholz de la chapelle de l’ancien Hôtel de Ville de Vienne. Nous avons pu restaurer l’abrégé d’origine et supprimer les modifications. Les éléments manquants dans la mécanique de registration ont été reconstitués d’après les originaux. La reconstitution du banc a été réalisée d’après une photographie de 1934 montrant l’ancien banc de l’orgue Sonnholz de Mariabrunn (1734).

Le sommier manuel était déjà un sommier de réemploi, adapté par Sonnholz : c’est lui qui réalisa les soupapes avec leurs belles inscriptions, ainsi que les ressorts. Les boursettes ont été reconstituées à l’ancienne et les chapes manquantes ont été refaites. La disposition des tuyaux étant logique, il n’a pas été difficile de la reconstituer.

Hélas, il ne subsistait rien du sommier de pédale d’origine qui avait été supprimé en 1950 et restait introuvable. La reconstruction, ainsi que le positionnement des tuyaux, ont été dictés par les vestiges de supports ainsi que des traces de polychromie. Vers le bas, l’espace était délimité par le buffet qui ne laissait que peu de place pour un sommier de pédale. Nous avons trouvé la solution dans l’orgue que Sonnholz construisit en 1728 pour l’église des Augustins (depuis 1785 à Trautmannsdorf an der Leitha). Sonnholz avait réalisé des sommiers de pédale uniquement avec des soupapes coupe-vent, sans glissières et sans chapes, réduisant ainsi considérablement la hauteur. Il utilisa le même procédé pour les sommiers de pédale de son orgue de l’église paroissiale de Tulbing (Niederösterreich). Nous nous sommes inspirés de ces exemples pour la reconstruction du sommier de pédale de la Malteserkirche à Vienne.

Sonnholz inscrivait tous ses tuyaux à la main. Ces inscriptions sont très significatives car elles indiquent non seulement la note mais aussi la position de chaque tuyau dans l’orgue. Les tuyaux en étoffe sont gravés avec leur note au clavier (= position sur le sommier) et avec leur note réelle. C’est ainsi que les tuyaux des quintes sont facilement reconnaissables, particulièrement dans les mixtures. De plus, chaque tuyau est inscrit avec une abréviation pour le jeu : „4“ pour Principal, „3“ pour Quinta, „m“ pour Mixtur. Les tuyaux en bois sont inscrits à l’encre. De cette manière le réassortiment des tuyaux ne posait aucune difficulté. Le travail le plus important a été le prolongement des tuyaux, presque tous raccourcis et déplacés en 1949/50.

Il était particulièrement intéressant de déterminer le diapason d’origine. Nous avons pris comme repère les tuyaux de la Flûte 4’ (Flöten), de l’Octavbass 8’ (Octava) et les tuyaux intérieurs du Principal qui n’avaient subi que très peu de modifications. Nous avons acquis la quasi-certitude d’avoir pu retrouver le diapason d’origine : lors des travaux, aucun tuyau ne dut être raccourci et les bouches des tuyaux de façade coupés au ton suivent exactement le contour des claires-voies. De plus, les tuyaux de la Suppass s’intègrent parfaitement dans les découpes anciennes du buffet.

Il était tout aussi passionnant de retrouver la pression de vent d’origine. Malgré les dimensions restreintes de l’église, l’acoustique est généreuse et la résonance encourage beaucoup la diffusion sonore. Les partielles d’attaque des tuyaux sont donc d’une grande importance pour le développement d’une émission transparente. Une pression minimum, indispensable pour l’obtention de partielles d’attaques précises et élégantes, dépend avant tout de la hauteur des embouchures. Si la pression est trop élevée, les tuyaux crachent et crient. Par contre, une pression correcte permettra une harmonisation à vent libre, c.à.d. à pieds ouverts et les tuyaux parleront de façon naturelle et vivante. Ce fut une grande satisfaction de pouvoir découvrir la cohérence de tous ces paramètres. L’orgue se trouve à l’avant de la tribune au meilleur endroit acoustique, sous un grand espace vide. En repositionnant les deux jeux de pédale à leur emplacement d’origine, la profondeur du buffet a été diminuée. Ainsi s’est recréée une surface résonante, indispensable pour le bon développement de la pyramide sonore, les jeux étant installés en ordre décroissant vers l’arrière. L’homogénéité de l’ensemble est démontrée par le fait que la grande reprise de la Mixtur (les deux rangs répètent d’une octave à c“) passe quasi-in-aperçue. Malgré ses dimensions restreintes, l’instrument dispose d’une palette sonore riche et diversifiée.

Gottfried Sonnholz, notice biographique

Gottfried Sonnholz est né vers 1695 à Warmbad, près de Hirschberg en Silésie. Avant 1720, Ferdinand Josef Römer  (b14. 5.1656 – 5.1723) l’invita à Vienne pour l’assister dans la facture d’orgues. A cette époque, Römer construisait le grand orgue du Stephansdom, mais mourut en 1723 à l’âge de 67 ans. Dans son testament, ouvert le 1er juin 1723, son fils Johannes Ferdinand Tobias n’apparait pas comme unique héritier. Sonnholz conserve l’utilisation de l’outillage jusqu’à l’achèvement de l’orgue de la cathédrale. En épousant le 1er novembre 1724 la veuve Eva Rosina Römer (c.1688 – 8.11.1753), Sonnholz reprendra l’atelier de Römer ainsi que l’entretien des orgues du Stephansdom. Le 7 décembre 1725 Sonnholz deviendra citoyen de Vienne. Il développera son propre style en construisant de nombreux instruments. Il mentionnera certains parmi les plus représentatifs en introduisant en 1733 une requête pour être nommé facteur d’orgues de la Cour. Mais on ne lui proposera qu’un poste d’assistant qu’il refuse, restant ainsi pour la postérité un facteur d’orgue viennois reconnu et apprécié. En 1742, il prendra possession de l’immeuble zum Goldenen Lamm, à Wien-Wieden, incendié en 1759. Sonnholz le reconstruira, moyennant une exemption d’impôts de trois ans. En 1776, Sonnholz mit un terme à son activité professionnelle ainsi qu’à l’entretien des orgues du Stephansdom. Il mourut le 3 septembre 1781 à l’âge de 86 ans et fut enterré dans les “ nouveaux caveaux “ du Stephansdom, laissant au moins 4 enfants dont aucun ne deviendra facteur d’orgues.

Sonnholz ne signait jamais ses instruments qui ne seront identifiés que par des rapports, des archives, des attributions. A ce jour nous avons connaissance de 30 instruments, y compris certaines grandes transformations. Ses plus grands instruments sont ceux de l’église abbatiale de Melk (1732), de la basilique de Mariazell (1739) et de la Peterskirche à Vienne (1751).

Wolfgang Karner

(Traduction: Patrick Collon)

The Church of St. John the Baptist in Vienna (Maltese Church)

The Knights of St. John (Knights Hospitallers) came to Vienna in the early 1200s. A record dating from 1217 mentions their hospital and chapel which belonged to the commandery of Mailberg in Lower Austria, which was under jurisdiction of the Grand-Commander of Italy, Hungary and Austria. Later it was part of the Grand-Priory of Bohemia. The main task of the commandery (as of the Order in general) was the care of the sick and poor. Fra‘ Marquart was the first commander whose name we know, being recorded in 1267.

Soon after 1400 a pilgrim’s hostel was built next to the church which was enlarged to its present shape at this time. The vault under the gallery shows a lion with its offspring, an image for Christ giving eternal life to mankind.

The Knights Hospitallers Commandery played an important role during the Turkish sieges and also when the imperial court was moved to Vienna during the 17th century. The famous court preacher and Augustinian monk Abraham a Santa Clara delivered some of his sermons in this church and there is still a close connection with the Parish Church of St. Augustine.

The 18th century saw various changes made to the interior. Commander Fra‘ Michael Ferdinand Count Althann (1708-1779) commissioned a new painting for the High Altar which was executed by Johann Georg Schmidt in around 1750 and still survives. He also installed a new organ, made by the famous Viennese organbuilder Gottfried Sonnholz.

Further alterations were made in 1806 under Commander Fra‘ Franz von Colloredo (1736-1806). He commissioned the present façade with its Corinthian pilasters, a new frame for the High Altar painting, the large statues of St. Peter and St. Paul beside it, the pulpit, and the memorial for the victorious Grand Master of the Order, Fra‘ Jean Parisot de La Valette (1557-1568) who successfully defended Malta against the Turks.

The Church was incorporated into the new front arrangement of the houses on the Kärntnerstrasse in 1837-39, according to the design of Alois Pichl. In 1857 new stained glass windows were put in. Restoration work took place in 1968, 1972 and 1983/4. These, however, were only partial and thus in 1997/1998 a complete renovation was undertaken, commissioned by the Duke and Grand Prior, Bailiff Fra‘ Wilhelm von und zu Liechtenstein. The outer façade was renovated in 2009, issued by Prokurator Bailiff Norbert Count Salburg-Falkenstein.

Richard Steeb

The Organ in the Maltese Church of Vienna

Little is known about the origins of the Organ in the Maltese Church in Vienna. It is neither signed nor do any documents survive which could tell us something about date and builder. However, some indications are given by the church building and the instrument itself.

In the central section of the case we find the coat of arms of the Althann family. Michael Ferdinand Johann Count Althann (Prague June 25th 1708 – May 18th 1779) was made Commander of St. John in Vienna in 1749. This we know from the 32 shields with coat of arms displayed in the church. Most likely the instrument was commissioned by him.

The roller board inside the instrument bears the letters „FR“ and „1767“ on its reverse. They are painted with the same paint used for the original decoration of the casework. At least we know the time when this was done. Given the elaborate carvings and gilding of the case we can assume that financial means were not restricted. It is more than likely that the whole project was completed within a very short period of time.

Most probably the organ was built by Gottfried Sonnholz (1695-1781). Similarities to his other instruments make this obvious. He seems to have made all parts except the windchest for the manual division for which he reworked an older piece.

First changes were made to the instrument in the early 1800s. The large single rise bellows with its feeder underneath and the original wooden springs all date from this time. It is supported by beams which are older and still indicate the position of the original 18th century wedge bellows. An inscription inside indicates that these changes were made in 1812.

Unfortunately, the original tin front pipes were confiscated during World War I and melted down for use in the weapons industry. In 1923 Josef and Franz Ullmann the Younger installed zinc replacement pipes. The instrument was also cleaned and tuned on this occasion. They seem to have been responsible for a few further minor alterations to the windchest (replacing the leather purses with brass) and voicing.

Serious alterations were made in 1949/ 1950: Johann Pirchner of Steinach in Tyrol enlarged the instrument, being advised by Egon Kraus and Anton Heiller. A second manual was added and a new console to go with it. The number of stops doubled and the compass was enlarged to 56 keys on the manuals and 30 on the pedal (Specification on p. x.

The pedal section was placed at the back of the organ gallery. Space gained inside the case was used for two additional windchests: a larger one for the second manual was put at the back of the case and an extension-chest for the missing notes of the now extended compass containing the pipes of the bottom sharps and all pipes above top C. This was placed in the central tower above the pipes of the Great.

Pirchner reused all existing pipework, including the front pipes, but made some substantial alterations to it. Pipes were shortened and tuning slides were fitted. Of the pipe boards only those for the front pipes remained original. However, demand for space made alterations necessary and they were also cut.

Both the stop action and trackers were rebuilt. Eighteenth-century parts were reused but altered according to need. Restrictions of space led to a rather complicated action with little or no access. The new layout caused considerable impediments to any subsequent demands of repair. The main wind trunk was now outside the case. Flexible trunking brought the wind to the chests.

The church was restored in 1998. At this time the organ case was repainted in its original green. For some time it had a brown coating, traces of which can still be seen on the mouths of some of the pedal pipes (Suppass 16) at the back of the case.

In 2015 Wolfgang Karner was commissioned to bring the instrument back to its original condition. The project was initiated and advised by the head of the Department of Church Music in the Archdiocese of Vienna, Konstantin Reymaier, in cooperation with Gerd Pichler, head of the department for historic instruments within the Bundesdenmalamt, the national conservation authority in Austria.

The decision to restore the instrument to its original state was made partly on the grounds of accessibility. For many years the organ was in quite a sad state. Cleaning and repairs would have neither improved nor changed the state of affairs: most parts inside the case would have remained cramped or inaccessible.

Examining the instrument showed that most of the original pipework had survived. From a total of 339 necessary pipes only 35 front pipes and 24 smaller pipes were missing. 280 pipes are by Gottfried Sonnholz, a total of 83%. This was more than expected. The original manual windchest, roller board, parts of the stop action, and trackers also survived. The same applies to the wind trunk, the nineteenth-century bellows and the organ front, which are still original, although the latter is altered in its lower parts.

The reconstructed specification of the original instrument can be found on page x. Orthography was taken from a surviving contract with Melk Abbey.

The Restoration

The whole extent of alterations became evident only after the instrument was dismantled in 2015. Changes to the casework had been made which seriously endangered its stability: the lower part of the back was cut away. The connection between main case and floor was provided solely by the console and a few boards. The arrangement was held only with a few screws. Connecting beams inside the case were disposed of in order to provide space for the new and now extended action. Holes were made into some of the fillings to provide access for wind trunks. Further cuttings were made to the central section making space for new wind chests.

It was not only the work of 1949/1950 which endangered the stability. Sonnholz‘ original construction itself was already somewhat risky: the frame supporting the upper part of the case is considerably larger than the base. The large volutes serve only decorative purposes. They are fastened from underneath and provide no support whatsoever. The whole weight was sitting on the frame which was causing it to deform, endangering the instrument to break apart. In order to avoid this, an additional beam was installed, placed horizontally on the main frame and connected with it.

All parts which were cut or lost in the 20th century were replaced. The main case now rests safely on two vertical beams and the whole construction is supported by a new horizontal beam beneath the floor and the medieval balcony made of stone. All new parts and the console were made using traditional eighteenth-century techniques. Keyboard and backfalls were reconstructed according to another and quite similar instrument by Sonnholz which can be found in the chapel of Vienna’s Old Town Hall. The original roller board was restored, later changes corrected, and missing parts of the stop action were reconstructed according to the existing ones.

The design of the bench was taken from an old photograph taken in 1934. It shows the organ console of Mariabrunn, made by Sonnholz in 1734.

It has already been noted that Sonnholz used an existing windchest. However, he made new pallets and springs which are still surviving. The original leather pull-down purses had been lost and exchanged with brass ones. This alteration has now been reversed. The upper boards and rack boards however, had to be reconstructed but the original placement of the pipes was very obvious.

Unfortunately the original pedal windchest was lost. It was taken away in 1950 and nothing of it could be found. Various traces guided the reconstruction. Remains of paint and pipe-fixings showed the original position of the pedal pipes at the back of the case. The space indicated quite a low height. Another organ built by Sonnholz in 1728 showed a similar situation: the instrument originally built for the Austin Friars Church in Vienna and transferred to the village of Trautmannsdorf/Leitha in 1785. The pedal chests do not have sliders but are operated by ventils. This enabled a construction of low height. The same technique can be found in the instrument of Tulbing. Our reconstruction followed these examples.

Sonnholz signed every pipe by hand. His inscriptions give a clear indication of pitch and placement within the instrument. Both the position on the chest and the sounding pitch are noted – a fact of particular importance for transposing stops like a Twelfth. The stop itself is also determined: „4“ for Principal, „3“ for Quinta, „m“ for Mixtur and so on. This way of marking is of invaluable help, particularly when reconstructing a Mixture. Wooden pipes are signed with ink. Putting the pipework back to its original position was therefore a straightforward task. Most of the effort went into lengthening the pipework which has been cut in 1949/1950.

Unaltered pipes of the Flöten 4′, Octava 8′ and Principal 4′ inside the case gave some indication of the original pitch. The calculation could further be supported by the fact that there was no need for any cutting of pipes, the front pipes corresponded exactly with the pipe-shades and, finally, the 16′ pipes fitted into the space determined by the historic case with absolute precision.

Wind pressure had to be determined, too. The question was as similarly intriguing as looking for the correct pitch. Given the size of the church, its grand acoustic and long reverberation is astonishing. Sound would become incomprehensible unless the pipes speak with great precision and clarity. Wind-pressure needs to correspond with the cutups of the pipes. If this is too low, there will be no clarity of tone. If it becomes too high, the pipes will sound as if they were spitting and screaming. With the right amount of pressure they can be voiced with open toes and will speak naturally, producing a fresh sound. It is almost like a jigsaw and certainly a great joy when things start coming together. The instrument is standing in an ideal position on the gallery, allowing a lot of space above. The depth of the case was reduced by putting the pedal pipes in their original position at the back. Thus they form a wall which pushes the sound forward into the main body of the church. This effect is immensely valuable, particularly for the higher stops which are placed next to the pedal stops.

The Mixture is a fine example for the sound mixing and melting together. It has a some-what crude repetition: both choruses jump back an octave on c“ and yet this is hardly noticeable when the full organ is played. Given the few stops, this instrument excels itself in combining a truly grand sound with a multitude of delicate colours.

Gottfried Sonnholz: biographical notes

Gottfried Sonnholz was born about 1695 in Warmbach near Hirschberg in Silesia. At some stage or at least before 1720 he was called to Vienna by the Ferdinand Josef Römer (baptised 14th May 1656 – d. 29th May 1723). At this time Römer was building a new large instrument for the Cathedral Church of St. Stephens in Vienna (II/P/32) which was to go on the West-end gallery. In 1723 Römer died at the age of 67. His will was published on June 1st and did not leave everything to his son Johannes Ferdinand Tobias. Workshop tools were to remain with Sonnholz, at least until the cathedral organ was finished. On November 1st of 1724 Sonnholz married Römer’s widow, Eva Rosina Römer (ca 1688 – 8th November 1753) and now took over the workshop as well as being in charge of the cathedral organs. Soon after, he took on the instrument of St. Michael’s in Vienna, too. On December 7th 1725 he was granted Viennese citizenship. He developed his own style and built a number of instruments, some of which were named in a document supporting his application for the position of imperial organ builder in 1733. Unfortunately or rather fortunately, he was only offered the position of an assistant which he promptly declined. Thus he was able to continue his work as a highly respected organ-builder in Vienna, enjoying numerous commissions both in the city and beyond. 1742 he bought the Golden Lamb, a handsome property in what is today the fourth district of Vienna. The house was destroyed by fire in 1759. Sonnholz rebuilt it and was granted a three-year tax exemption. In 1776 he handed back the charge of the cathedral organs and closed down his business. On September 3rd 1781 he finished his life, aged 86. He was buried in the new crypt of St. Stephen’s. He left at least four children, none of whom took over as organ-builders.

Sonnholz hardly ever signed his instruments. Thus we can only make ascriptions supported by documents of the time and comparisons. So far we know about 30 new or extensively rebuilt organs. Large instruments were built by him in 1732 for the Abbey Church of Melk, 1739 for Austria’s main pilgrimage place Mariazell, and 1751 for the Church of St. Peter in the centre of Vienna.

Wolfgang Karner

(Translation: Konstantin Reymaier)

Die erste CD, mit Musikstücken von Domorganist Konstantin Reymaier auf der restaurierten Sonnholz-Orgel gespielt, kann zu den Konzerten in der Malteserkirche sowie nach den Gottesdiensten in der Sakristei, um EUR 15,–, erworben werden.

Das CD-Booklet kann > hier < eingesehen werden. Das Plakat gibt es > hier <.

Hörproben unserer ersten CD gespielt von Domorganist Konstatin Reymaier

01 Gottlieb Muffat – Ouverture – Suite C-Dur

02 Gottlieb Muffat – Fuga – Suite C-Dur

03 Gottlieb Muffat – Allemande – Suite C-Dur

04 Gottlieb Muffat – Courante – Suite C-Dur

05 Gottlieb Muffat – Air – Suite C-Dur

06 Gottlieb Muffat – Rigaudon – Suite C-Dur

07 Gottlieb Muffat – Menuet-Trio-Menuet – Suite C-Dur

08 Gottlieb Muffat – Adagio – Suite C-Dur

09 Gottlieb Muffat – Final – Suite C-Dur

10 Johann Sebastian Bach – Andante – Concerto D-Moll

11 Johann Sebastian Bach – Adagio – Concerto D-Moll

12 Johann Sebastian Bach – Presto – Concerto D-Moll

13 Georg Friedrich Händel – Ouverture – Suite G-Moll

14 Georg Friedrich Händel – Andante – Suite G-Moll

15 Georg Friedrich Händel – Allegro – Suite G-Moll

16 Georg Friedrich Händel – Sarabande – Suite G-Moll

17 Georg Friedrich Händel – Gigue – Suite G-Moll

18 Georg Friedrich Händel – Passacaille – Suite G-Moll

19 Johann Sebastian Bach – Allegro – Concerto F-Dur

20 Johann Sebastian Bach – Largo – Concerto F-Dur

21 Johann Sebastian Bach – Allegro – Concerto F-Dur

22 Gottlieb Muffat – Ciacona G-Dur

Souveräner Malteser-Ritter-Orden

Johannesgasse 2 - 1010 Wien - Österreich | Telefon: +43 1 512 72 44 | E-Mail: smom@malteser.at