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Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom Heiligen Johannes zu Jerusalem von Rhodos und von Malta

Order of Malta

Nachrichten

2. Fastensonntag (A), 5. März 2017 – Der Weg ins Licht –

20/04/2017 


Im Namen des Vaters + des Sohnes + des Heiligen Geistes

Die Erwählten. Ihre Gewänder sind weiß. Sie werden es sehen: in der Heiligen Osternacht und immer wieder, das Jahr über: Die, die getauft werden, tragen ein weißes Kleid. Und die Kinder, die zum ersten Mal zur Hl. Kommunion gehen. Die Priester, die Altardiener, die Bräute. Und die Heiligen dort im Himmel. Sie alle haben ihre Kleider gewaschen im Blut des Lammes.

„Da wurde er vor ihren Augen“ – vor Menschenaugen! – „verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden weiß wie das Licht.“ Dann spricht Jesus von seinem Tod; treibt die Jünger fort, weiter, hinunter vom Berg, hinein in diese Welt. Petrus wollte bleiben, da oben. „Es ist gut, dass wir hier sind!“ Aber er darf nicht. So wie schon Abraham nicht bleiben durfte: „Zieh fort aus deinem Land, aus deiner Heimat…“ Darum geht es heute: um Aufbruch, um Wanderschaft und um die Vollendung. Um Menschen, die sich lösen müssen oder losreißen; die durch Prüfungen gehen und schließlich ins Licht finden. Ins Leben.

Abraham muss aufbrechen, und auch Petrus, der doch lieber geblieben wäre. Der Mensch denkt: Gut, dass wir hier sind! Aber Gott sagt: weiter! Gott weiß, was in uns steckt. Da ist nicht gleich Harmonie zwischen Gott und Mensch. Die Harmonie ist nicht gegeben, sondern muss erreicht werden. Das ist der Weg: Annäherung an Gott, Versöhnung, Vollendung. Wo stehen Sie gerade?

Jesus macht den Aposteln heute klar, wo der Weg entlanggeht; er zeigt ihnen seine Göttlichkeit, aber auch das Kreuz. Zuerst zeigt er ihnen das Bild des Ostermorgens: „Sein Gesicht leuchtete wie die Sonne.“ Dann spricht er von seinem Tod. Am Ölberg werden genau diese drei Apostel wieder dabei sein (s. Mt): wenn er Blut schwitzt vor Angst. Das Gegenbild zur Verklärung. Alles mit Jesus teilen: Das ist der Weg.

Ohne Glauben geht das nicht. Abraham glaubte Gott, und sein Glaube wurde geprüft und wurde tiefer. Die Apostel sehen den Verklärten, damit sie den Glauben nicht verlieren, wenn sie den Gekreuzigten sehen. Abraham sieht nichts, er muss vertrauen. Das Wort Gottes ist seine einzige Sicherheit. Er muss glauben. Petrus sieht alles: den verklärten Herrn. Aber was er sieht, geht vorüber und dann muss er wieder glauben und den Glauben seiner Brüder stärken. Glaube ist also nicht für alle das Gleiche; Glaube ist nichts Feststehendes. Glaube ist ein Weg.

Glaube ist der Weg zu Gott. Wer ihn nicht geht, wird Gott verlieren. Zu diesem Weg gehört die Gottesfurcht. Auch davon spricht dieses Evangelium. Früher sagte man „er war ein gottesfürchtiger Mann“. Es wäre schön, wenn man das eines Tages von mir sagen würde… Wir sollen keine Angst haben vor Gott, aber wir sollen Gott fürchten. Angst und Furcht sind wirklich nicht dasselbe! „Sie fürchteten sich sehr“, heißt es heute von den Aposteln und dann wieder von den Frauen am Grab. Gottesfurcht: Da geht es um die Herrlichkeit Gottes. Um seine Größe und seine Heiligkeit. Wieso ist das heute so vielen Menschen nicht zu vermitteln? Woher die unfassbare Leichtigkeit im Umgang mit dem Heiligen? Wieso gehen viele mit Gott um so respektlos, so gedankenlos, wie sie es sich bei ihren Freunden nie trauen würden? Bei einem Vorgesetzten schon gar nicht. Welche Bewunderung erfährt ein Fußballer, – aber wer bewundert Gott? Welches Gottesbild vermitteln wir den Kindern? Im Religionsunterricht? Zuhause? Hier? Das ist mein Traum: dass diese Kinder aufrechte, freie, gottesfürchtige Männer und Frauen werden!

Die Verklärung ist ein Geschenk an alle, die glauben und das Leben bestehen müssen und Gott finden wollen. Hier wird klar, was geschieht, wenn Jesus sich mit seinem himmlischen Vater verbindet: Er wird ganz und gar von Gott durchdrungen. Jesus wird „Licht vom Licht“. Durch die Taufe werden wir mit Jesus in Licht gekleidet; wir werden selber Licht. Die Zeit des Messias bricht ein in diese alte Welt. Die Endzeit beginnt. Gott wird alles, auch das Leiden, das Jesus erträgt und das wir ertragen und unsere Lieben, alles wird er in Licht verwandeln. Wer glaubt, ist auf dem Weg ins Licht.

Zum mündlichen Vortrag bestimmt, verzichtet dieser Text auf  Quellenangaben. Jede Vervielfältigung und Veröffentlichung bedarf der ausdrücklichen Zustimmung des Autors.

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